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Winter zu kalt Drohne Luna in der Ostukraine wohl nicht einsetzbar

Neue Probleme bei der Bundeswehr: Mit der Drohne „Luna“ sollten deutsche Soldaten die russisch-ukrainische Grenze kontrollieren. Doch offenbar ist das unbemannte Fluggerät für die kalten Temperaturen nicht ausgelegt.

Drohne Luna wird von einem Katapult abgeschossen und kann bis zu 6 Stunden in der Luft bleiben. Quelle: dpa

Der Einsatz von Bundeswehr-Drohnen im Auftrag der OSZE in der Ostukraine könnte einem Zeitungsbericht zufolge bereits an technischen Problemen scheitern. Wie "Bild" am Freitag unter Berufung auf Bundeswehrkreise berichtete, sind die unbemannten Flieger vom Typ "Luna" nur bis minus 19 Grad einsetzbar. Diese Temperaturen würden aber bei Flughöhen zwischen 3000 und 5000 Metern im kalten ukrainischen Winter deutlich unterboten.

Einsatzbereitschaft der Waffensysteme der Bundeswehr

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Henning Otte, forderte angesichts der technischen Probleme, für die OSZE-Mission schnell eine Lösung zu finden. Otte sagte der Zeitung: "Im Winter kann es bei der 'Luna'-Drohne zu Einschränkungen im Flugbetrieb kommen. Wenn sie vereist, stürzt sie ab."

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"Luna" zählt eigentlich nicht zu den großen Pannenprojekten der Bundeswehr. Die Drohne ist seit 2003 im Einsatz, kann Live-Video, Foto und Infrarotaufnahmen machen und wird von der Truppe zur Luftaufklärung genutzt. Sie wurde im Kosovo, Mazedonien und Afghanistan eingesetzt, absolvierte laut Bundeswehr  allein dort mehrere tausend Flüge.

Kritik an der ferngelenkten Drohne gibt es vereinzelt, weil das Steuerpersonal relativ nah am Einsatzort sein muss. "Luna" kann bei einer Eindringtiefe von 100 Kilometer die Lage "live" aufklären. Zudem sorgt die unsanfte Ladung der "Luna" dafür, dass die Drohnen häufig repariert werden müssen. Laut aktueller Liste der Bundeswehr stehen einem nutzbaren Bestand von 84 Luna-Drohnen derzeit 58 Verluste gegenüber, die als abgestürzt, zerstört oder vermisst gewertet werden.

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