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Wirtschaftsstabilisierungsfonds Windenergie-Unternehmen Eno Energy erhält 28 Millionen Euro Staatshilfe

Exklusiv
Während das Geschäft mit der Windkraft weltweit boomt, kämpft die Branche in Deutschland seit geraumer Zeit mit Gegenwind. Quelle: dpa

Der norddeutsche Windenergieanlagenhersteller Eno Energy erhält einen staatlichen Unterstützungskredit. Zwar boomt weltweit das Geschäft mit Windkraft, in Deutschland kämpft die Branche jedoch mit ordentlich Gegenwind.

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Der norddeutsche Windenergieanlagenhersteller Eno Energy erhält einen staatlichen Unterstützungskredit über 28 Millionen Euro, berichtet die WirtschaftsWoche. Das Geld kommt vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung. Das geht aus einer Liste des Bundeswirtschaftsministeriums zu den Aktivitäten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds hervor. Eine Unternehmenssprecherin ließ eine Anfrage dazu zunächst unbeantwortet.

Das mittelständische Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren in der Branche aktiv und produziert an Standorten in Rostock und Rerik Onshore-Windenergieanlagen für den deutschen und europäischen Markt. Während das Geschäft mit der Windkraft weltweit boomt, kämpft die Branche in Deutschland seit geraumer Zeit mit Gegenwind. Neue Windkraftanlagen werden kaum noch gebaut, auch weil es in der Bevölkerung erhebliche Widerstände dagegen gibt und langwierige Genehmigungsverfahren den Bau verzögern. Von einem schnelleren Ausbau von Wind- und Solarenergie hängt das Erreichen der neuen Klimaziele der Bundesregierung maßgeblich ab. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass Deutschland 100 Terrawattstunden mehr Strom aus erneuerbaren Energien benötigen wird, als derzeit geplant.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds hat in der Coronakrise bereits zahlreiche Unternehmen teils mit Krediten, teils über direkte Beteiligungen gestützt. Die bekanntesten Fälle sind die Lufthansa und der Reiseveranstalter TUI. Auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, der Schiffsbauer MV Werften und der Stahlproduzent Georgsmarienhütte haben bereits WSF-Mittel erhalten. Insgesamt hat der Wirtschaftsstabilisierungsfonds coronageschädigten Unternehmen bislang Mittel in Höhe von mehr als 8,5 Milliarden Euro für sogenannte Rekapitalisierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema: Der Bund beteiligt sich über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit 58 Millionen Euro am Stahlunternehmen Georgsmarienhütte. Auch die Cleantech-Firma Orcan Energy bekommt Staatshilfe.

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