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Wolfsburger Autobauer VW kommt laut Betriebsrat mit Einsparungen voran

Volkswagen schnallt den Gürtel enger – und macht damit Fortschritte. Betriebsratschef Bernd Osterloh schaut zuversichtlich auf den Zukunftspakt des Unternehmens.

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Der VW-Betriebsratschef schließt nicht aus, dass die Einsparungen höher als zunächst vermutet ausfallen könnten. Quelle: dpa

Wolfsburg Volkswagen macht bei den mit dem Betriebsrat vereinbarten Einsparungen für die Hauptmarke VW Fortschritte. „Wenn ich mir die Zahlen anschaue, zeigt sich, dass wir die geplanten Effizienzsteigerungen aus dem Zukunftspakt für dieses Jahr von knapp über zwei Milliarden Euro erreichen werden“, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

Volkswagen hatte mit der Arbeitnehmervertretung vor eineinhalb Jahren einen Pakt geschlossen, um die Kosten der damals ertragsschwachen Marke zu senken. „Die Belegschaft zieht da voll mit“, sagte Osterloh. Ab 2020 soll sich der Gewinn dadurch um rund 3,7 Milliarden Euro pro Jahr verbessern. Im vergangenen Jahr lagen die Einsparungen bereits bei 2,1 Milliarden Euro.

Zu der Gesamtsumme tragen die deutschen Standorte den Großteil bei, 700 Millionen fließen aus den Regionen weltweit in die Rechnung ein. Osterloh ließ erkennen, dass die Einsparungen und Effizienzsteigerungen höher ausfallen könnten. „Durch die Markenfamilien können noch mehr Synergien gehoben werden.“

Konzernchef Herbert Diess teilt den Wolfsburger Konzern derzeit in sechs Einheiten ein, wobei er die zwölf Marken in den Segmenten Massenmarkt, Premium und Luxus bündelt. Die Lkw-Sparte wird für einen Börsengang vorbereitet. Dadurch will Diess den weltgrößten Autokonzern wendiger machen und zugleich Kräfte mobilisieren, um den Schwenk in die Elektromobilität, selbstfahrende Autos und neue Mobilitätsdienste zu finanzieren.

Osterloh bekräftigte, dass die Arbeitnehmer einen Verkauf von Randbereichen weiter ablehnen. „Bei der Übernahme von MAN haben Ferdinand Piëch und ich der Belegschaft von Renk und Diesel & Turbo versprochen, dass wir diese Sparten nicht verkaufen.“ Auch der Vorstand habe damals sein Wort gegeben.

Allerdings will der Betriebsrat einer Weiterentwicklung dieser Bereiche nicht im Weg stehen. „Wir werden darüber sprechen, wie wir den Maschinenbau mit intelligenten Lösungen weiter entwickeln“, sagte Osterloh. Das Geschäft dürfe nicht stehenbleiben. Darüber sei er mit Diess einig.

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