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Xing, PSA, Opel, CTS Eventim Die Quartalszahlen des Tages

Opel, PSA, BASF, Xing, KWS, Eventim: Die Quartalszahlen des Tages Quelle: dpa

BASF muss für das letzte Quartal 2018 einen Gewinneinbruch vermelden. Autobauer PSA präsentiert sich hingegen mit einem Umsatz- und Ergebnisrekord. Das sind die Zahlen des Tages.

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Dieser Tage geben viele Unternehmen ihre Quartals- und Jahresergebnisse bekannt. Ein Überblick auf die wichtigsten Zahlen des Dienstags:

Autobauer PSA mit Umsatz- und Ergebnisrekord

Der französische Autobauer PSA hat im vergangenen Jahr auch dank Opel Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Der operative Gewinn stieg 2018 um 43 Prozent auf 5,69 Milliarden Euro, wie PSA mitteilte. Der Umsatz kletterte angetrieben von einer hohen Nachfrage nach den SUV-Modellen Peugeot 3008 und 5008 um 19 Prozent auf 74,03 Milliarden Euro, die Gewinnmarge lag bei 7,7 Prozent. Die Sparte Opel-Vauxhall (OV) setzte 18,31 Milliarden Euro um und erzielte eine Marge von 4,7 Prozent. Das Finanzergebnis „zeigt die Fähigkeit unserer Gruppe, ein profitables und wiederkehrendes Wachstum zu erzielen“, erläuterte PSA-Chef Carlos Tavares.

Tavares zufolge soll das durchschnittliche Margenziel der Gruppe von 4,5 Prozent im Zeitraum 2019 bis 2021 künftig auch den weniger profitablen Geschäftsbereich Opel-Vauxhall umfassen, wodurch die Zielmarke effektiv angehoben würde. Der PSA-Konzern, zu dem die Marken Peugeot und Citroen gehören, hatte Opel und deren britische Schwester Vauxhall 2017 übernommen.

Jobbörse Xing steigert Umsatz um ein Viertel

Das Online-Karrierenetzwerk Xing hat im abgelaufenen Jahr den Umsatz um ein Viertel auf 235 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um 23 Prozent auf 75,2 Millionen Euro. Neben einer regulären Dividende von 2,14 (1,68) Euro je Aktie will Xing aus den Barmitteln eine Sonderdividende von 3,56 Euro je Aktie ausschütten. Im Geschäftsjahr 2018 gewann der LinkedIn-Konkurrent 1,9 Millionen neue Mitglieder. Zum Jahresende hatte Xing damit 15,3 Millionen Mitglieder, rund 1,03 Millionen nutzten kostenpflichtige Xing-Mitgliedschaften.

Volks- und Raiffeisenbanken trotzen den Niedrigzinsen

Die Volks- und Raiffeisenbanken haben trotz der Niedrigzinsen ihr Ergebnis 2018 leicht gesteigert und zeigen sich auch für 2019 zuversichtlich. „Sofern es keinen Konjunktureinbruch gibt, werden wir im Mittelstandsgeschäft ein deutliches Plus haben“, sagte Ralf Barkey, Vorstandschef des Genossenschaftsverbands, der etwa 2800 Genossenschaften - darunter etwa 400 Kreditgenossenschaften - in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg vertritt. „Insgesamt rechnen wir 2019 mit einem stabilen Ergebnis.“ Auch die Kundeneinlagen würden weiter wachsen.

Im vergangenen Jahr steigerten die 381 Volks- und Raiffeisenbanken im Verbandsgebiet das Betriebsergebnis vor Bewertung um 1,8 Prozent auf 4,09 Milliarden Euro. „Unter dem Strich haben die Banken bisher durchaus erfolgreich dem Druck auf die Erträge durch die niedrigen Zinsen und den steigenden Kosten durch die Regulierungswelle die Stirn geboten“, sagte Barkey. Dank einer um sechs Prozent ausgeweiteten Kreditvergabe konnten die Institute den Zinsüberschuss mit 8,78 Milliarden Euro stabil halten, der Provisionsüberschuss legte um knapp fünf Prozent zu.

Seit Jahren sinkt die Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken, allein im vergangenen Jahr kam es im Verbandsgebiet zu 18 Fusionen. „Nach bisherigen Erkenntnissen wird das Fusionstempo 2019 etwas geringer ausfallen“, sagte Barkey.

Dagegen sprach Barkey sich deutlich gegen Fusionen von Großbanken wie der Deutschen Bank und der Commerzbank aus. „Es wundert mich, dass in letzter Zeit immer wieder von Industriepolitik für den deutschen Bankenmarkt gesprochen wird. Schon jetzt haben wir eine gute Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Finanzdienstleistungen“, sagte er. „Ein gesunder deutscher und europäischer Bankenmarkt braucht ein Signal gegen 'too big to fail'.“ Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat mehrfach die Bedeutung einer starken deutschen Großbank betont und kritisiert, dass es hierzulande in den vergangenen Jahren keine Industriepolitik in der Finanzbranche gegeben habe.

Wende bei Opel

Opel schreibt nach vielen verlustreichen Jahren wieder schwarze Zahlen. Der operative Gewinn betrug im vergangenen Jahr 859 Millionen Euro, wie der französische Mutterkonzern PSA in Rueil-Malmaison bei Paris berichtete.

Die frühere General-Motors-Tochter Opel hatte zuvor mit ihrer britischen Schwestermarke Vauxhall seit 1999 keinen Gewinn mehr für ein Gesamtjahr ausgewiesen. Von August bis Dezember 2017 gab es noch einen Verlust von 179 Millionen Euro. PSA mit den Stamm-Marken Citroën, Peugeot und DS führt Opel seit August 2017 in seinen Büchern.

Opel habe mit seinem Sanierungsplan die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft gelegt und wolle „weiteres Potenzial freisetzen“, erklärte PSA-Konzernchef Carlos Tavares. Der Umsatz der Gruppe stieg – auch dank Opel – um 18,9 Prozent auf 74 Milliarden Euro. Auf Opel entfiel dabei ein Umsatz von 18,3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn von PSA wuchs um 40,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

CTS Eventim legt dank Konzertbooms deutlich zu

Der Veranstalter und Ticketverkäufer CTS Eventim hat 2018 vom boomenden Kartenabsatz und gut laufenden Konzertgeschäft profitiert. Umsatz und operatives Ergebnis legten zweistellig zu, wie das Unternehmen bei der Bekanntgabe von Eckdaten mitteilte. Der Umsatz sei um ein Fünftel auf 1,24 Milliarden Euro geklettert, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 13 Prozent auf 231 Millionen Euro. Im laufenden Jahr peilt das Ende 2018 vom MDax in den SDax abgestiegene Unternehmen weitere Zuwächse beim Umsatz und Ergebnis an. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

2018 wurden rund 250 Millionen Tickets über die Systeme des Unternehmens vermarktet, wie CTS Eventim weiter mitteilte. Zur Gruppe gehören den Angaben zufolge unter anderen Veranstalter von Konzerten sowie Festivals wie „Rock am Ring“. Zudem betreibe das Unternehmen mit 3141 Mitarbeitern in 21 Ländern (2018) Konzertbühnen wie die Berliner Waldbühne und das Eventim Apollo in London.

Aixtron verbucht Gewinnsprung

Nach einem Gewinnsprung im vorigen Jahr ist der Chipanlagenbauer Aixtron für 2019 weniger zuversichtlich. Wegen der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten und der spürbaren Investitionszurückhaltung der Kunden aus der Optoelektronik rechnet Aixtron mit sinkenden Margen. „Wir blicken vorsichtiger in das Jahr 2019“, erklärte Konzernchef Bernd Schulte. Er erwartet im laufenden Jahr eine operative Umsatzrendite zwischen acht und 13 Prozent – nach 15 Prozent 2018. Die Anleger reagierten enttäuscht: Die im TecDax notierten Aktien gaben knapp zehn Prozent nach.

2018 fuhr Aixtron dagegen aufgrund der hohen Nachfrage nach Maschinen zur Produktion von Lasertechnologie und Leuchtdioden (Leds) den höchsten Gewinn seit Jahren ein. Das operative Ergebnis (Ebit) schnellte auf 41,5 (Vorjahr: 4,9) Millionen Euro nach oben, das Nettoergebnis auf 45,9 (6,5) Millionen. Der Umsatz legte um 17 Prozent auf 269 Millionen Euro zu. Zwei Drittel davon entfielen auf die Optoelektronik, also auf Anlagen zur Herstellung von Lasertechnologie für Handys und Datenkommunikation. Auch der Auftragsbestand kletterte um 27 Prozent auf 138,3 Millionen Euro. Trotz dieses Polsters schließt Aixtron in diesem Jahr einen Umsatzrückgang nicht aus und peilt Erlöse zwischen 260 und 290 Millionen Euro an.

Aixtron hatte erst 2017 nach fünf verlustreichen Jahren die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft.

Saatguthersteller KWS bestätigt Prognose

Der Saatguthersteller KWS hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres gesteigert und seine Prognose bestätigt. Die Erlöse seien um gut 18 Prozent auf 289 Millionen Euro geklettert, teilten die Niedersachsen mit. Dies sei zum Teil auf frühere Auslieferungen in einigen Märkten zurückzuführen. Alle drei Segmente - Mais, Zuckerrüben und Getreide - hätten sich positiv entwickelt. Der Betriebsverlust (Ebit) lag bei 76,6 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 89,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr strebe KWS Saat weiterhin bei leicht steigenden Umsätzen eine Ebit-Marge zwischen zehn und zwölf Prozent an.

Ströer sieht sich nach starkem Start 2019 auf Kurs

Der Werbe- und Medienkonzern Ströer sieht sich nach einem guten Start ins neue Jahr auf Kurs. Im ersten Quartal würden die Ergebnisse am oberen Ende der angepeilten Ziele liegen. Die Firma will bei Umsatz und Gewinn 2019 ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen. 2018 erzielte Ströer bei 1,6 Milliarden Euro Umsatz einen bereinigten Gewinn von 200 Millionen Euro.

Ergebniseinbruch bei BASF

Nach einem deutlichen Ergebnisrückgang im vergangenen Jahr soll es bei BASF 2019 wieder aufwärts gehen. „Auch wenn das Umfeld herausfordernd und von hoher Unsicherheit geprägt ist, wollen wir profitabel wachsen“, kündigte Vorstandschef Martin Brudermüller in Ludwigshafen an. „Mit unserer neuen Unternehmensstrategie werden wir 2019 als Übergangsjahr nutzen, um gestärkt daraus hervorzugehen.“ Der Chemiekonzern rechnet mit einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent und einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns (Ebit) von bis zu zehn Prozent. Im vergangenen Jahr war das Ergebnis um 17 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesunken.

Der Vorstand erwartet, dass die beiden ersten Quartale 2019 noch vergleichsweise schwach sein werden, da das Unternehmen im Vorjahr von ungewöhnlich hohen Renditen bei den Kunststoffvorprodukten TDI und MDI profitiert hatte. Belastend wirkten sich zudem Kosten für die neue Strategie aus sowie eine gegenüber dem Vorjahr höhere Zahl geplanter Anlagenabstellungen. Entscheidend für das Erreichen der Jahresziele seien daher eine Belebung der Geschäftsentwicklung, eine solide Nachfrage sowie erste Beiträge aus dem Sparprogramm im zweiten Halbjahr, betonte Brudermüller. Für die größte Kundengruppe der BASF, die Autoindustrie, erwartet er eine leichte Erholung nach dem Produktionsrückgang im Vorjahr.

Brudermüller hatte im November eine neue Strategie für BASF verkündet, zu der auch ein Sparprogramm gehört. Der Konzern soll schlankere Strukturen bekommen und seine Produktivität steigern. Die angestoßenen Veränderungen führten dieses Jahr zu merklich höheren negativen Sondereinflüssen.

2018 litt das Unternehmen vor allem unter einem deutlich niedrigeren Ergebnis im Geschäft mit Basischemikalien. Dem Chemiekonzern machte auch der niedrige Rhein-Pegel zu schaffen, der das Ergebnis im Gesamtjahr mit rund 250 Millionen Euro belastete. Der Konzern musste deshalb seine TDI-Produktion am Stammsitz Ludwigshafen zeitweilig einstellen. Für zusätzliche Bremsspuren sorgte der Handelsstreit zwischen den USA und China, der zu einer deutlich niedrigeren Nachfrage chinesischer Kunden aus der Autoindustrie führte.

BASF setzte insgesamt 62,7 Milliarden Euro um, ein Plus von gut zwei Prozent. Der Nachsteuergewinn schrumpfte um mehr als ein Fünftel auf 4,7 Milliarden. Die Aktionäre sollen gleichwohl ein zehn Cent höhere Dividende von 3,20 Euro je Aktie erhalten.

Gazprom steigert Marktanteil in Europa 2018

Der Anteil des russischen Energie-Konzerns Gazprom am europäischen Erdgas-Markt ist einem hochrangigen Manager zufolge im vergangenen Jahr auf 36,7 Prozent von 34,7 Prozent 2017 gestiegen. Die Angaben wurden während einer Präsentation auf einer Investoren-Konferenz in Hongkong veröffentlicht.

Rüstungskonzern Thales rechnet mit weiterem Wachstum

Der französische Rüstungskonzern Thales will nach einem Gewinnsprung das Ergebnis im laufenden Jahr weiter steigern. 2019 werde ein Ebit zwischen 1,78 und 1,8 Milliarden Euro angepeilt. Im abgelaufenen Jahr kletterte das Ebit um 23 Prozent auf 1,685 Milliarden Euro. Der Umsatz zog gut vier Prozent auf 15,86 Milliarden Euro an. Die 4,8 Milliarden Euro schwere Übernahme des niederländischen Chipherstellers Gemalto soll im März abgeschlossen werden.

US-Baumarktkette Home Depot enttäuscht beim Umsatz

Ein enttäuschendes Umsatzwachstum lässt die US-Baumarktkette vorsichtig in die Zukunft schauen. Im bis Anfang Februar laufenden Schlussquartal legte der Umsatz auf vergleichbarer Verkaufsfläche um 3,7 Prozent zu und damit weniger stark als von Analysten erwartet. Für 2019 rechnet der Branchenprimus nun mit einem Gewinn von 10,03 Dollar pro Aktie und damit 23 Cent weniger als von Analysten prognostiziert. Der auf 2,34 Milliarden Dollar von zuvor 1,78 Milliarden angestiegene Quartalsgewinn ließ Investoren kalt.

Fusionierter Gasekonzern Linde zahlt höhere Dividende

Der fusionierte Industriegase-Konzern Linde schraubt die Dividende nach oben. Für das erste Quartal 2019 zahlt das aus der deutschen Linde AG und dem US-Rivalen Praxair entstandene Unternehmen 87,5 US-Cent je Aktie, sechs Prozent mehr als für das vorangegangene Quartal, wie Linde am Dienstag mitteilte. „Linde ist entschlossen, die Aktionäre mit einer wettbewerbsfähigen Dividende zu entlohnen“, sagte Vorstandschef Steve Angel.

Das Unternehmen war zuletzt bei den Ausschüttungen der Strategie von Praxair gefolgt. Dazu gehören auch großangelegte Aktienrückkäufe. Zuletzt hatte Linde angekündigt, mit dem Erlös aus den vom Kartellamt erzwungenen Verkäufen von Firmenteilen eigene Papiere für bis zu sechs Milliarden Dollar zurückzukaufen. Linde legt an diesem Freitag zum ersten Mal seit der Fusion konsolidierte Geschäftszahlen vor.

Boeing verlagert Ersatzteile wegen Brexit

Vor dem Brexit verschiebt der weltweit größte Flugzeugbauer Ersatzteile zwischen Großbritannien und anderen Verteilzentren in der Welt. Um Verkaufsunterbrechungen zu vermeiden, werde der Lagerbestand gezielt umverteilt, erklärte der Vorstand im australischen Avalon. Die Möglichkeit eines ungeordneten EU-Austritts der Briten bereitet der Flugzeugbranche Kopfschmerzen, weil asie auf integrierte Lieferketten angewiesen ist. Im Januar hatte der Konkurrent Airbus mit dem Abzug seiner Produktion von der Insel gedroht. Rolls-Royce hat seine Triebwerkskonstruktionen nach Deutschland verlegt.

Umsatz von Thomson Reuters zieht im Schlussquartal an

Der Nachrichten- und Datenanbieter hat dank des florierenden Geschäfts mit juristischen Informationen (Legal) sowie Angeboten zu Steuern und Rechnungswesen (Tax&Accounting) weiter zugeleget. Im Schlussquartal stieg der Umsatz, bereinigt um Währungseffekte, um neun Prozent auf 1,52 Milliarden Dollar. Dagegen fiel der Gewinn ohne Sondereffekte auf 20 Cent pro Aktie von zuvor 22 Cent.

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