Zamek Brühwürfelproduzent stellt Produktion in Düsseldorf in Frage

Exklusiv

Der finanziell angeschlagene Brühwürfelproduzent Zamek erwägt die Verlagerung von Teilen seiner Produktion nach Polen.

"Alete Trinkmahlzeit" ist die dreisteste Werbelüge des Jahres
Foodwatch hat Verbraucher über die dreisteste Werbelüge des Jahres abstimmen lassen. Der Goldene Windbeutel 2014 geht an eine Kindernahrung... Quelle: dpa
Der zweifelhafte
Auf dem zweiten Platz landete die Knorr activ Hühnersuppe mit 25,2 Prozent der Stimmen. Foodwatch bemängelt, dass die
Platz drei ging in diesem Jahr an das Glacéau Vitaminwater von Coca-Cola. 14,6 Prozent der Verbraucher wählten das mit Vitaminen gepimpte Wasser. Quelle: Foodwatch
Der Belvita Frühstückskeks landete auf Rang vier mit 11,5 Prozent der Stimmen. Quelle: Foodwatch
Mit 2,9 Prozent der Verbraucherstimmen ging der fünfte Rang an den Unser Norden Bio Apfelsaft naturtrüb der Coop eG. Das Unternehmen hatte bereits während der laufenden Wahl angekündigt, bei allen unter der Eigenmarke „Unser Norden“ verkauften Produkten in Zukunft eine regionale Herkunft der Zutaten auch sicherzustellen, teilt Foodwatch mit. Beim Bio-Apfelsaft hatte die Handelsgenossenschaft nach mehrfacher Nachfrage eingeräumt, aller Regionalitätswerbung zum Trotz die Äpfel auch von außerhalb Norddeutschlands zu beziehen. Quelle: Foodwatch
Im Jahr 2013 hatte die Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke den Negativ-Preis gewonnen. Und zwar als Schul-Marketing und Sport-Schwindel. Bei gesponserten Sport-Events werden Kinder gezielt angesprochen, außerdem verteilt Capri-Sonne Unterrichtsmaterial mit Markenlogo und Lernaufgaben. Neben Capri-Sonne hatte Foodwatch vier weitere Lebensmittel für Kinder zur Abstimmung gestellt, die nach Ansicht der Verbraucherschützer besonders dreist beworben werden. An der Abstimmung beteiligten sich fast 120.000 Verbraucher. Auf die Capri-Sonne entfielen mehr als 51.000 Stimmen. Quelle: Foodwatch

Einer Präsentation des Unternehmens zufolge hat Zamek bereits eine „Schließung der Produktionsstätte“ in Düsseldorf geplant. Der Standort könnte den Plänen zufolge zum Verwaltungssitz umgebaut werden. Bislang produziert Zamek in Düsseldorf und Dresden Würze, Tütensuppen und Fertiggerichte. In Düsseldorf arbeiten derzeit 390 Beschäftigte. Den Plänen zufolge könnten in Düsseldorf nur 60 bis 80 Jobs in Verwaltung und Vertrieb erhalten bleiben.

Der Bau des polnischen Werkes soll laut Plan im zweiten Quartal 2013 beginnen, die Produktion könnte noch Ende dieses Jahres starten. „Wir prüfen den Aufbau eines dritten Produktionsstandorts in der Nähe unserer osteuropäischen Kunden“, sagte Geschäftsführerin Petra Zamek. Das Unternehmen halte sich alle Optionen offen. Von einer Einstellung der Produktion in Düsseldorf im Jahr 2013 könne aber keine Rede sein. Der Bau des Werkes hat bislang noch nicht begonnen. In Betracht kommen wohl auch andere Optionen als der Neubau. Nach den vorliegenden Plänen jedoch würde Zamek mit der Schießung des Düsseldorfer Werkes und weiteren Maßnahmen bis zu vier Millionen Euro im Jahr einsparen. Das Unternehmen hatte zuletzt Verluste gemacht: von Juli 2012 bis Ende Januar 2013 rund 8,3 Millionen Euro vor Steuern.

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