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Zug-Fusion Siemens und Alstom bekommen offenbar Post aus Brüssel

Die EU-Kommission wird einem Bericht zufolge Bedenken gegen die von Alstom und Siemens geplante Fusion im Bahngeschäft äußern – und Zugeständnisse fordern.

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Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein. Quelle: dpa

Brüssel Die EU-Kommission setzt Siemens und Alstom im Ringen um die Genehmigung ihrer Bahntechnik-Fusion weiter unter Druck. Die Wettbewerbsbehörde werde den Herstellern von ICE und TGV voraussichtlich noch in dieser Woche offiziell ihre Bedenken gegen den Zusammenschluss zu dem mit Abstand größten Bahn-Anbieter in Europa mitteilen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Dort geht es um konkrete Themen, die in den Augen der EU den Wettbewerb in der Branche einschränken. Siemens und Alstom haben danach mehrere Wochen Zeit, darauf - etwa mit Zugeständnissen wie dem Verkauf von Unternehmensteilen - zu reagieren. Sonst dürfte die EU die Fusion untersagen.

Die EU hatte eine eingehende Prüfung des Falles angekündigt, die bis zum 28. Januar 2019 dauern kann. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte sich bereits skeptisch zu dem Vorhaben gezeigt. Alstom und die Siemens-Verkehrstechnik-Sparte wären dreimal so groß wie der schärfste Wettbewerber. Dadurch könnten die Preise für Züge und Signaltechnik steigen - zulasten von Bahngesellschaften und Passagieren.

Daran, dass sich der chinesische Branchenriese CRRC in Europa schnell als ernsthafter Rivale entpuppen könnte, wie Siemens und Alstom das befürchten, glaubt sie nicht. Angesichts der Komplexität des Geschäfts hatte die EU 150 Fragebögen an Konkurrenten und Kunden von Siemens und Alstom geschickt.

Alstom erklärte, man habe von der EU-Kommission noch kein entsprechendes Schreiben erhalten. Siemens wollte sich zu den laufenden Gesprächen mit den Wettbewerbshütern nicht äußern. „Wir arbeiten mit der EU-Kommission zusammen und halten daran fest, die Transaktion im ersten Halbjahr 2019 abzuschließen“, sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch in München. Die Kommission äußerte sich ebenfalls nicht.

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