Zughersteller Alstom sieht keine Wettbewerbshindernisse durch Siemens-Fusion

Die Europäische Kommission hatte zuletzt Bedenken geäußert. Ob die Fusion zwischen Siemens und Alstom gelingt, ist derzeit noch offen.

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Alstom sieht keine Wettbewerbshindernisse durch Siemens-Fusion Quelle: dpa

Berlin Der geplante Zusammenschluss mit der Zugsparte von Siemens bringt aus Sicht von Alstom keine Wettbewerbsprobleme. „Es gibt eine Fülle von Anbietern in der EU“, sagte der Vorstandschef von Alstom, Henri Poupart-Lafarge, am Dienstag in Berlin. Er verwies auf Konkurrenten wie Bombardier und Stadler. Zudem dränge der chinesische CRRC-Konzern auf den Markt. „Wir müssen mit neuen Spielern konkurrieren, Anbietern aus China, Japan, Korea, Indien“, sagte er.

Der Plan zur Fusion war bereits vor einem Jahr angekündigt worden. Die EU-Kommission hatte Bedenken wegen der großen Marktmacht der beiden Unternehmen geäußert. Gemessen am Umsatz wären sie die Nummer zwei weltweit nach CRRC. Bis Ende Januar prüft die Behörde, ob der Zusammenschluss den Wettbewerb behindern könnte und so die Preise zum Nachteil von Millionen Bahnkunden steigen könnten.

Gemeinsam mit Siemens könne man den Kunden ein vielfältigeres Angebot machen, argumentierte Poupart-Lafarge. „Sie müssen einen Zug ein klein wenig wie Lego sehen. Sie fügen die Technologie-Steine für den Kunden zusammen.“ Ob und wie viele Arbeitsplätze wegfallen könnten, ließ der Konzernchef offen. „Es wird einige Synergien geben in Zentralfunktionen wie der Finanz- und Personalverwaltung.“

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