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Zukunftsinitiative VW investiert 35 Milliarden Euro in Elektroautos

Der „Zukunftspakt“ ist nach VW-Betriebsratschef Osterloh „eine Erfolgsgeschichte“. Gesetzte Effizienzziele werden wohl teils weit vor Frist erfüllt. Darum will der Konzern nun massiv in die Zukunft investieren.

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VW: Volkswagen sieht sich bei Sparzielen auf Kurs Quelle: Reuters

Wolfsburg Volkswagen investiert in den nächsten fünf Jahren mehr als 34 Milliarden Euro in die Elektromobilität. Der größte Teil davon fließt in die Elektrizifierung und Hybridisierung aller Konzernmodelle. Die Serienproduktion von E-Autos solle im Werk Zwickau in Sachsen starten, teilte VW am Freitag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung weiter mit und bestätigte damit Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Trotz der hohen Ausgaben solle die Nettoliquidität bei mehr als 20 Milliarden Euro bleiben.

n seinem Fahrplan für den Aufbau der Elektromobilität hat sich der weltgrößte Autokonzern bereits vorgenommen, bis zum Jahr 2030 mehr als 20 Milliarden Euro auszugeben. Bis 2025 sollen die Konzernmarken mehr als 80 neue Elektromodelle auf den Markt bringen, darunter rund 50 rein batteriebetriebene Fahrzeuge. Die Zahl soll danach weiter steigen. Spätestens 2030 will der Konzern mindestens jeweils eine Elektroversion seiner insgesamt 300 Fahrzeugmodelle anbieten.

Nicht nur bei den Modellen, auch bei dem beschlossenen Sparkurs sieht sich der Konzern auf Kurs: Ein Jahr nach Verabschiedung des „Zukunftspakt“ genannten Sparkurses für die Volkswagen-Kernmarke VW sehen sich Vorstand und Betriebsrat auf Erfolgskurs. Von den finanziellen Effizienzzielen seien 1,9 Milliarden Euro erreicht – 96 Prozent des für 2017 gesetzten Ziels, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Bei der Altersteilzeit sei das Ziel für 2020 zu 94 Prozent erreicht.

Markenchef Herbert Diess betonte: „Wir haben noch einen anspruchsvollen Weg vor uns.“ Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: „Der Zukunftspakt ist eine Erfolgsgeschichte.“ Vieles spreche dafür, dass die Effizienzziele auch 2018 erreicht würden. Nach Angaben von Personalvorstand Karlheinz Blessing wird das Altersteilzeitziel für 2020 von insgesamt 9200 unterschriebenen Verträgen bereits Ende 2017 erreicht.

Der „Zukunftspakt“ sollte die lange Zeit renditeschwache Kernmarke für die Zukunft fitmachen – kostet aber auch bis zu 23.000 Stellen in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben, auch sollen 9000 Zukunftsarbeitsplätze entstehen. Ab 2020 sollen mit Hilfe des Pakets jährlich 3,7 Milliarden Euro eingespart werden.

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