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Zulieferer Knorr-Bremse stimmt auf Wachstum ein – Gegenwind aus China

Der Zulieferer rechnet damit, dass die Lieferengpässe im Jahr 2022 anhalten. Dennoch rechnet das Unternehmen perpektivisch mit kräftigem Wachstum.

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Der Zulieferer rechnet mit guten Geschäften. Quelle: dpa

Der Bahn- und Lkw-Zulieferer Knorr-Bremse stellt sich auf Wachstum in den kommenden Jahren ein. Bis 2025 werde jährlich ein Umsatzplus von 5,5 bis 6,5 Prozent erwartet, teilte das Unternehmen am Montag zu seinem Kapitalmarkttag mit. Bis dann sollten die Erlöse auf 8,1 bis 8,6 Milliarden Euro steigen. Die operative Gewinnmarge (EBIT) solle zwischen 14 und 16 Prozent liegen.

Das Unternehmen werde auf der erfolgreichen Entwicklung in den vergangenen Jahren aufbauen und gleichzeitig neue Wachstumsbereiche im Schienen- und Nutzfahrzeugsegment erschließen.

Knorr-Bremse rechnet in beiden Sparten mit Wachstum. Zuletzt hatte das Unternehmen von der anziehenden Lkw-Nachfrage profitiert, während das Zuggeschäft immer noch unter den Folgen der Pandemie leidet. Allerdings dürften nicht alle Regionen gleichermaßen von einer Marktbelebung profitieren, sagte Finanzchef Frank Weber: In China habe das Unternehmen mit Gegenwind zu kämpfen.

Dazu kommen die anhaltenden Lieferengpässe. Diese dürften das gesamte Jahr 2022 anhalten, sagte Weber. Zudem bereite die zurückkehrende Inflation dem Unternehmen Kopfzerbrechen. Um auf steigende Preise bei Rohstoffen und Energie und auf höhere Arbeitskosten zu reagieren, sollen jährlich rund 100 Millionen Euro eingespart werden.

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    Oberste Priorität habe organisches Wachstum, sagte Weber weiter. Dazu sollen jährlich sechs bis sieben Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden, fünf bis sechs Prozent für Investitionen.

    „Nur wenn Geld da ist, gibt es Aktienrückkäufe“

    Aber auch Zukäufe seien geplant. Dabei gehe es vor allem darum, die bestehenden Sparten zu stärken. „Wir haben einen opportunistischen Ansatz, sind nicht verzweifelt oder gehen zu aggressiv vor“, sagte Weber. Dem Aufbau eines dritten Standbeins erteilte Knorr-Bremse eine Absage.

    „Wir glauben, dass das Unternehmen anerkennt, dass der vorherige Ansatz nicht in Einklang mit den Interessen der Investoren steht“, sagte Marc Zeck, Analyst bei Stifel. Zuletzt war Knorr-Bremse mit einer Übernahme des Autozulieferers Hella gescheitert. „Nur, wenn Geld da ist und uns nichts Besseres einfällt, gibt es Aktienrückkäufe“, sagte Weber.

    Für das laufende Jahr hatte Knorr-Bremse zuletzt die Prognose gekappt und rechnet mit einem Umsatz von 6,6 bis 6,8 Milliarden Euro und einer Gewinnmarge von 13 bis 13,5 Prozent. Vor allem die Halbleiterknappheit lastet auf dem Nutzfahrzeug-Geschäft.

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