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Zulieferer Knorr-Bremse verkauft Sparte mit Verlust an Finanzinvestor

Das Eisenbahn-Geschäft brachte Knorr-Bremse zuletzt nur Verluste ein. Darum trennt sich der Hersteller nun von der defizitären Unternehmenssparte.

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Der Zulieferer Knorr-Bremse konzentriert sich auf dem Kerngeschäft. Quelle: dpa

Der Bremsen-Spezialist Knorr-Bremse trennt sich von einem Teil seines Eisenbahn-Geschäfts und nimmt dabei einen Verlust in Kauf. Der defizitäre Bereich Powertech, der mit gut 500 Mitarbeitern elektronische Energieversorgungssysteme für Bahnstrecken herstellt, geht an den Münchner Finanzinvestor Radial Capital Partners, wie Knorr-Bremse am Montag mitteilte.

Das Unternehmen gibt dem neuen Eigentümer noch Geld mit und rechnet daher für das laufende Jahr mit einer Belastung des Nettogewinns von knapp 80 Millionen Euro. Auf das operative Ergebnis (Ebitda) werde sich der Verkauf nicht auswirken, betonte eine Sprecherin.

„Es hat sich herausgestellt, dass weniger Synergien zwischen dem Geschäftsbereich und den übrigen Aktivitäten von Knorr-Bremse zu erzielen sind als ursprünglich erwartet“, erklärte der für das Zug-Geschäft zuständige Vorstand Jürgen Wilder. Die nun verkaufte Sparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 90 Millionen Euro 19 Millionen Verlust.

Durch die Trennung erwartet Knorr-Bremse, dass sich die Umsatzrendite des Konzerns vor Zinsen und Steuern im kommenden Jahr um einen halben Prozentpunkt verbessert. Von dem Verkauf betroffen sind in Deutschland 372 Mitarbeiter in Berlin und 83 in Holzkirchen bei München.

Die 2014 Radial Capital Partners ist auf Abspaltungen von Großkonzerns spezialisiert. Geführt wird die Beteiligungsfirma von zwei ehemaligen Managern des Finanzinvestors Aurelius, der auf Sanierungsfälle ausgerichtet ist.

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