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Zweites Quartal Schwarze Zahlen bei ThyssenKrupp

Nach mehreren Jahren mit Milliardenverlusten gibt es nun einen Lichtblick für ThyssenKrupp. Aber die Freude ist getrübt: Auch nach einem Quartal mit schwarzen Zahlen gibt es für das Gesamtjahr noch viele Unsicherheiten.

Die großen Krupp-Krisen
Gussstahlfabrik Fried. Krupp in Essen um 1905 Quelle: dpa
Arndt von Bohlen und Halbach, sein Vater Alfried Krupp und der Generalbevollmächtigte Berthold Beitz posieren vor der Villa Hügel in Essen Quelle: dpa
Der Schah von Persien, Retter von Krupp: Im Herbst 1976 schlitterte Krupp in eine bedrohliche Liquiditätskrise. Der Konzern litt unter gigantischen Überkapazitäten in der europäischen Stahlproduktion. Krupp-Generalbevollmächtigter Beitz fand in den märchenhaft reichen Schah von Persien einen neuen Investor, 25 Prozent von Krupp übernahm und eine Milliarde Dollar in den wankenden Konzern pumpte. Außerdem winkten Krupp Großaufträge des Kaisers aus Teheran. Es war mal wieder ein Kaiser, von dem sich Krupp abhängig machte. Im 19. Jahrhundert war dies der deutsche Herrscher Wilhelm II, der Krupp mit Kanonenaufträgen versorgte. Im Bild: Berthold Beitz Quelle: dpa
Gerhard Cromme Quelle: dpa
 Ekkehard Schulz Quelle: dapd

Erstmals seit rund zwei Jahren hat der Industriekonzern ThyssenKrupp wieder ein Quartal mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Im zweiten Viertel des laufenden Geschäftsjahres 2013/2014 (30.9.) erwirtschaftete das Unternehmen unterm Strich einen Gewinn von 269 Millionen Euro, wie ThyssenKrupp am Dienstag in Essen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch 129 Millionen Euro betragen. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte der Konzern mit einem Minus von 69 Millionen Euro noch rote Zahlen geschrieben.

Ob der Konzern nach drei Jahren mit Milliardenverlusten auch im Gesamtjahr wieder schwarze Zahlen schreiben kann, ist jedoch weiter offen. Erwartet werde eine „deutliche Verbesserung in Richtung eines wieder ausgeglichenen Jahresergebnisses“, hieß es lediglich. Das Gesamtjahr 2012/2013 hatte der Konzern mit einem Fehlbetrag von 1,5 Milliarden Euro abgeschlossen.

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„Wir haben erstmals seit sieben Quartalen wieder ein positives Nettoergebnis geschafft“, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger laut Mitteilung. Die positive Entwicklung sei unter anderem auf Effizienzsteigerungen sowie auf ein starkes Wachstum im Industriegütergeschäft zurückzuführen. Weiter rote Zahlen schrieb das Stahlgeschäft des Konzerns in Übersee. Dort seinen jedoch Verbesserungen unter anderem durch eine höhere Auslastung sowie durch Kostensenkungen und positive Effekte aus Währungen und Marktpreisen erzielt worden, hieß es. In seinem europäischen Stahlgeschäft klagt der Konzern dagegen weiter über einen anhaltenden Preisdruck.

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