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Infektionserreger Ehec Die Folgen für die Bauern

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Auch die hiesigen 5000 Gemüsebauern und Erzeuger leiden, pflügen ihre nicht verkäufliche Ernte unter. 50 Prozent weniger Umsatz erzielt etwa der Anbieter von verpacktem Salat, Gartenfrisch Jung, seit dem Ausbruch von Ehec. Die abgepackte Ware unterliegt höheren Hygienestandards als unverpackte, dennoch untersucht das Unternehmen aus der Nähe von Heilbronn seine Ware auf Ehec-Keime. Auf das Ergebnis muss es jedoch länger warten, sind doch alle Labors überlaufen. Noch härter trifft es etwa Theo Germes aus Geldern bei Duisburg. Der Bauer verkauft zurzeit nur zehn Prozent seiner Tomaten, die er unter Glas auf drei Hektar anbaut. Sein Verlust pro Tag liegt bei 8000 bis 10.000 Euro. Am kommenden Freitag muss er beginnen, seine tägliche Ernte von 8000 Kilogramm Tomaten zu vernichten, sind doch dann seine Lager- und Kühlzellen prall gefüllt. Vielleicht nimmt sie ein benachbarter Landwirt, der eine Biogasanlage betreibt.

Der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse schätzt, dass die Kaufzurückhaltung - auch bei anderem Gemüse - täglich zu Umsatzeinbußen von rund vier Millionen Euro führt.

Tödlicher Keim im Ausland

Bundesweit wurden bisland 16 Totesfälle in Verbindung mit Ehec registriert, darunter 14 Frauen. Auch im Ausland breitet sich der tödliche Keim weiter aus: In Tschechien gibt es einen ersten nachgewiesenen Fall. Laut EU-Kommission gibt es zudem in Schweden, Dänemark, Frankreich, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden Ehec-Fälle. Meistens seien die Erkrankten kurz zuvor in Deutschland gewesen.

Alle Aufmerksamkeit gilt im Moment der Suche nach dem Infektionsherd. Ist er gefunden, will der Deutsche Bauernverband über Schadenersatz nachdenken. Spaniens Bauern sind weiter: Sie fühlen sich zu unrecht beschuldigt und fordern eine Entschädigung. Denn bisher konnte der gefährliche Erreger nur in Stuhlproben von Infizierten, nicht aber auf Rohkost entdeckt werden.

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