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Infineon Chiphersteller-Branche stellt sich auf goldene Zeiten ein

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Den Aufwärtstrend bestätigte letzte Woche auch der Chipkonzern Texas Instruments (TI), nach Intel und Samsung die Nummer drei der weltweiten Halbleiterbranche. Das Unternehmen aus dem texanischen Dallas konnte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz um 42 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Dollar steigern und den Gewinn auf knapp 770 Millionen Dollar verdreifachen. „Das war unserer höchster Quartalsgewinn überhaupt“, so TI-Chef Rich Templeton. Der unter anderem auf Chips für Handys, Mobilfunk-Basisstationen und Automobilelektronik spezialisierte Hersteller erwartet denn auch in Zukunft weiteres Wachstum: „Der Auftragseingag im Laufe des Quartals war hoch, unser Auftragsbestand ist gewachsen“, sagt Templeton.

Vor dem Hintergrund hat der IT-Gigant IBM mit seinen Quartalszahlen, die zeitgleich mit Texas Instruments kamen, freilich geradezu enttäuscht. Zwar stieg der Gewinn um neun Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar, die Nettomarge – sprich die Profitabilität – kletterte binnen Jahresfrist gar um einen Prozentpunkt von 13,3 auf 14,3 Prozent. Doch der Gesamtumsatz stieg nur um bescheidene zwei Prozent auf 23,7 Milliarden Dollar. Und die wichtigen Neuaufträge in der Service-Sparte, die für fast die Hälfte des Konzernumsatzes steht, gingen gar um 12 Prozent zurück. Obwohl Konzernchef Sam Palmisano die Jahresprognose zum erneut anhob, schwächelte die IBM-Aktie am Montagabend nachbörslich um mehr als vier Prozent.

Apple, Yahoo und Ebay als Indikatoren

Doch nicht alle Marktbeobachter werten die jüngsten IBM-Zahlen als Rückschlag für einen neuerlichen Aufschwung der Hightech-Industrie. Zum einen hat IBM selbst eine neuerliche Zurückhaltung bei den IT-Ausgaben verneint. So sei der Rückgang der Service-Neuverträge vor allem darauf zurückzuführen, dass Unternehmen die Erneuerung von Outsourcing-Vertägen verschoben hätten, erläuterte IBM-Finanzchef Mark Loughridge während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen.

„Das Übertragen von Deals ins laufende Quartal sollte der Perfomance bei den Outsourcing-Verträgen wieder beschleunigen“, so Loughridge. „IBM muss das jetzt in der Praxis beweisen“, sagt Andy Miedler, Analyst der Investmentbank Andy Miedler aus St. Louis. Überdies spielt die Rolle des Euro-Dollar-Kurses eine wichtige Rolle. Rund ein Drittel des IBM-Umsatzes kommt aus dem Euro-Raum; im Berichtsquartal fiel der Euro fast zehn Prozent gegeüber dem Dollar. „Das bedeutet einen nicht unbeträchtlichen Gegenwind“, sagt Chris Whitmore, Analyst bei der Deutschen Bank in San Francisco.

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    Wichtige Indikatoren, wie es in der Hightech-Welt weitergeht, lieferten letzte Woche der Mac- und iPhone-Hersteller Apple und das Internetportal Yahoo sowie das Online-Auktionshaus Ebay. Apple überraschte die Analysten mit neuen Rekorden: Die Verkaufsstarts von iPad und iPhone 4 haben dem Computerkonzern die Taschen kräftig gefüllt. Der Umsatz von April bis Juni lag bei 15,7 Milliarden Dollar (12,2 Milliarden Euro), eine Steigerung auf Jahressicht von 61 Prozent. Das war eine Milliarde mehr, als Analysten erwartet hatten. In den ersten drei Monaten seit Markteinführung hat Apple 3,3 Millionen seines Tablet-Computers iPad verkauft. Aber auch die Zahl der verkauften Mac-Computer ist laut Unternehmensangaben um ein Drittel gestiegen, die iPhone-Verkäufe legten um 61 Prozent zu.

    Enttäuschend fielen hingegen die zahlen des Internet-Pioniers Yahoo aus. Er kommt nur mühsam vom Fleck. Wegen schwächelnder Werbeeinahmen legte Yahoo beim Umsatz im zweiten Quartal nur um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu und lag somit unter den Erwartungen. Erfreulicher für Investoren waren die Zahlen des Online-Marktplatzes Ebay: Dank des guten Laufs der Bezahltochter Paypal und mehr Aktivität in Europa steigerte E-Bay seinen Umsatz im zweiten Quartal auf 2,2 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro). Das ergab ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    Die Berichtssaison der US-Technikunternehmen zeigt also eines: Hardware-Spezialisten erzielen Umsatzrekorde, reine Internet-Spezialisten liegen deutlich drunter. Und das ist ein weiterer, deutlicher Hinweis für das Wiedererstarken der Halbleiter-Branche.

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