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Internethandel Ebay im Umbau

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Ebay: Wer handelt, muss Quelle: dpa/dpaweb

Doch auch die deutschen Ebay-Führung hat kaum noch Einfluss auf die Entscheidungen aus den USA. Schon Ende 2008 waren die Zuständigkeit für Marketing und technische Gestaltung aus Deutschland abgezogen worden. Die Bedeutung von Ebay-Deutschland – eigentlich der zweitwichtigste Markt – wurde immer stärker zurückgefahren.

Nach der Entscheidung wechselte der damalige Ebay-Chef Groß-Selbeck zu Xing, sein Nachfolger Frerk-Malte-Feller wurde schon nach kurzer Zeit durch Stephan Zoll ersetzt. 

Beschwerden über den Paypal-Zwang

Vom einstigen Glanz und Erfolg ist wenig geblieben: Nach Jahren des Wachstums musste Ebay in den vergangenen zwei Jahren sogar sinkende Umsätze vermelden. In der Beliebtheit vieler Nutzer hat Amazon dem Unternehmen den Rang abgelaufen.  

Im vorigen Quartal konnte Ebay den Trend zwar stoppen, die besseren Zahlen basierten jedoch vor allem auf dem Verkauf der Internettelefonie-Tochter Skype und dem immer wichtiger werdenden Paypal.

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    Ebay forciert die Nutzung von Paypal immer stärker. So müssen ab dem 25. Februar in Deutschland alle Verkäufer, die weniger als 50 Bewertungspunkte haben, Paypal als Bezahloption anbieten. Das trifft vor allem Gelegenheitsanbieter und Neulinge.

    In diversen Foren und Kommentaren beschweren sich seit der Ankündigung zahlreiche Nutzer über den „Paypalzwang“. „Ich bin raus“ oder „Ebay adieu“, lauten die empörten Einträge. Der Grund: Bei einer Bezahlung über Paypal wird für den Verkäufer eine Gebühr von 1,9 Prozent des Auktionspreises plus 0,35 Cent fällig.   

    Zudem gab es in der Vergangenheit immer wider Sicherheitslücken oder Ärger mit gesperrten Konten. Erst Ende Januar wurde vorübergehend ein Paypal-Konto gesperrt, über das Spenden für das Internetprojekt Wikileaks gesammelt wurden. Auch wenn die Probleme mit Paypal nach Einschätzung von Experten deutlich weniger geworden sind, sitzt das Misstrauen vieler Nutzer tief.

    Ebay in der Zwickmühle

    Nun muss sich zeigen, wie sie auf die erneuten Änderungen der Ebay-Geschäftsbedingungen reagieren. Das Unternehmen hatte schon im letzten Jahr seine Regeln mehrfach geändert, für besondere Aufregung hatte bei Verkäufern vor allem die Vorschrift gesorgt, viele Artikel kostenlos zu verschicken. Nach massiven Beschwerden wurde der Zwang zum Gratisversand seit Montag wieder abgeschafft. Ab April gelten weiterhin geänderte Vorschriften für die Powerseller.

    Ebay befindet sich derzeit in mehreren Zwickmühlen: Es muss Kosten senken, ohne dass darunter Servicequalität und Sicherheit spürbar leiden. Die Interessen von Käufern – von denen Paypal beispielsweise gerne genutzt wird – und Verkäufern müssen austariert werden und vor allem muss die Plattform sowohl für gewerbliche Anbieter, die ihre Waren oft zu Festpreisen statt wie früher in Auktionen anbieten, als auch die ursprüngliche Kernkundschaft der Privatanbieter attraktiv bleiben. Wie das Unternehmen diesen Spagat bewältigt, werden die nächsten Monate zeigen. 

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