Investmentbanking-Skandal UBS braucht Weber dringender denn je

Dem Rücktritt von UBS-Bank-Chef Oswald Grübel folgen weitere personelle Einschnitte. Insider halten es für möglich, dass Ex-Bundesbank-Chef Weber vor dem geplanten Termin 2013 antritt.

Warten auf Axel Weber

UBS-Händler Kweku Adoboli Quelle: dapd

Ohnehin stehen zusätzliche personelle Einschnitte bevor. So bedeutet der in dem Institut von vielen begrüßte Rücktritt des Chefs Oswald Grübel nicht zwangsläufig, dass Investmentbank-Vorstand Carsten Kengeter dauerhaft im Amt bleibt. Dessen Zukunft hängt auch davon ab, welches Gewicht sein Bereich künftig hat. Klar ist schon, dass die UBS im Investmentbanking nochmals Stellen abbaut und sich stärker auf die Vermögensverwaltung konzentriert.

Ob Ex-Bundesbank-Chef Axel Weber vor dem geplanten Termin 2013 als Verwaltungsratspräsident anfängt, weiß er im Augenblick vermutlich selbst nicht. Insider halten es für möglich. Dazu bereit wäre Weber wohl auch, zumal er die aktuelle Entwicklung mit Sorge betrachtet. Weber steht in Kontakt mit der amtierenden UBS-Führung und ist eingebunden in die Suche nach einem Nachfolger für Grübel.

Der könnte Sergio Ermotti heißen, auch wenn Manager der UBS betonen, dass die Bestellung des früheren Uni-Credit-Vize zum Interimschef keine Vorentscheidung sei und es mehrere Kandidaten gebe. Die endgültige Entscheidung fällt zum Jahresende. Dass Deutsche-Bank-Vorstand Hugo Bänziger an die Spitze der UBS rückt, halten Insider zwar nicht für ausgeschlossen, aber für unwahrscheinlich.

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