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125 Jahre Firmengeschichte Nintendo leidet unter Smartphone-Boom

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Die Blütezeit war in den Achtzigerjahren

Erst 1969 fand Yamauchi das Geschäft, das zu Nintendo passte: Spielzeug. Ein Vorteil war, dass die etablierten Vertriebskanäle für die Spielkarten mitbenutzt werden konnten. Die anderen Experimente wurden aufgegeben, stattdessen gab es von Nintendo einfache Gadgets wie einen mechanischen Greifarm oder ein Periskop, mit dem man um die Ecke spähen konnte.

Der erste Schritt zum späteren High-Tech-Spielzeug kam mit günstigen Solarzellen. Nintendos Ingenieure kamen auf die Idee, daraus eine Art Zielscheibe zu basteln, die auf den Lichtstrahl aus dem Lauf einer Spielzeugwaffe reagierte. Anfang der 70er Jahre nutzte der Konzern aufgegebene Bowling-Lokale in Japan, um mit der Technologie virtuelle Schießstände einzurichten. Sie liefen gut, aber die Energiekrise von 1973 würgte die privaten Ausgaben auch in Japan ab und Nintendo blieb auf hohen Investitionen sitzen.

IT



Unter Druck entdeckte Yamauchi die Computerspiele als neue Hoffnung. Neben Spieleautomaten kamen in den 70er Jahren auch Geräte für den heimischen Fernseher auf den Markt, mit einfachsten Spielen wie der Tennis-Imitation „Pong“. Nintendo erwarb zunächst eine Lizenz, um solche Spiele in Japan zu verkaufen, doch Yamauchi wollte mehr. Er setzte seinen Ingenieuren das Ziel, eine Konsole zu entwickeln, die technisch besser war als Geräte der Konkurrenz - aber nur die Hälfte kosten durfte.

Das Ergebnis war ein Gerät mit dem Namen „Family Computer System“, das 1983 in Japan und danach als „Nintendo Entertainment System“ auch in anderen Ländern auf den Markt kam. Die günstige Konsole warf nur dünne Profite ab, doch Yamauchi erkannte das große Geschäft dahinter: „Wir werden das Geld mit Spielen verdienen.“

Es war eine Blütezeit für Nintendo: In den 80er-Jahren entstanden Figuren wie Super Mario oder Donkey Kong, die bis heute die Verkäufe antreiben. 1989 sorgte Nintendo mit dem GameBoy und dem Spiel „Tetris“ für den Durchbruch des Computerspielens für unterwegs. Und als im vergangenen Jahrzehnt der Stern von Nintendo zu sinken schien, gelang 2006 mit der Wii und ihrer Bewegungs-Steuerung noch einmal ein großer Hit.

Inzwischen krempelt allerdings der Smartphone-Boom auch das Spiele-Geschäft um. Um die Aufmerksamkeit der Nutzer buhlen tausende spottbillige oder ganz kostenlose Handy-Games. Und aktuelle Konkurrenz-Konsolen wie Sonys Playstation 4 oder die Xbox One von Microsoft, die für eingefleischte Gamer attraktiver sind, verkaufen sich deutlich besser als die Wii U. Im vergangenen Quartal gab es auch trotz des Erfolgs des von vielen Fans sehnsüchtig erwarteten Rennspiels „Mario Kart 8“ erneut rote Zahlen.

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