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125 Jahre Firmengeschichte Nintendo leidet unter Smartphone-Boom

Der Spiele-Spezialist hat trotz großem Jubiläum kaum Grund zur Freude: Die günstigen Smartphone-Spiele setzen Nintendo mächtig zu und auch die Konsolen der Konkurrenz verkaufen sich besser als die neue Wii U.

Der Smartphone-Boom krempelt auch das Spiele-Geschäft um. Quelle: dpa

125 Jahre ist ein stolzes Alter für jedes Unternehmen. Doch beim Spiele-Spezialisten Nintendo gibt es zum großen Jubiläum wenig Gründe, die Sektkorken knallen zu lassen. Der aktuelle Hoffnungsträger, die neue Spielekonsole Wii U, hinkt der Konkurrenz hinterher. Experten sehen das Geschäftsmodell durch die günstigen Smartphone-Spiele in Frage gestellt. Und als Antwort für die Zukunft stellte Nintendo-Chef Satoru Iwata bisher nur vage einen Gesundheits-Service in Aussicht, über den bisher nichts konkretes bekannt ist.

Allerdings stand Nintendo in seiner Geschichte auch schon schlimmer mit dem Rücken zur Wand - und kämpfte sich jedes Mal wieder zurück. Die Geschichte des Unternehmens begann im Jahr 1889 mit Spielkarten.

Spielkonsole in jedem zweiten deutschen Kinderzimmer
Das Immobilenportal Immowelt.de hat 508 Mieter und 504 Immobilieneigentümer nach den elektronischen Geräten gefragt, die sich in ihren Kinderzimmern befinden. Ein Fazit der Online-Umfrage: Smartphones sind auch bei Kindern und Jugendlichen immer mehr im Kommen. In 21 Prozent der deutschen Kinderzimmer befindet sich eines. Quelle: dpa
Knapp davor sind die Laptops platziert: 22 Prozent der deutschen Kinderzimmer sind mit den mobilen Rechnern ausgestattet. Quelle: dpa
32 Prozent der Befragten gaben bei der Immowelt-Umfrage an, einen DVD-Player im Kinderzimmer stehen zu haben. Quelle: ap
Klassische Desktop-PCs befinden sich in mehr als jedem dritten Kinderzimmer - das sind 37 Prozent der Befragten. Quelle: dapd
Zusätzlich schlüsselte Immowelt.de die Ausstattung des Kinderzimmers mit einem PC oder Laptop nach dem Grad des Bildungsabschlusses auf. Hier finden sich kleine Unterschiede, die darauf hindeuten könnten, dass besser gebildete Eltern ihren Kindern häufiger einen PC oder Laptop für schulische Aufgaben zur Verfügung stellen. Während 42 Prozent der Eltern mit einem niedrigen Bildungsabschluss angaben, ein entsprechend ausgestattetes Kinderzimmer zu haben, waren es... Quelle: dapd
...bei Eltern mit einem mittleren Bildungsabschluss 56 Prozent und... Quelle: dpa
...bei Eltern mit einem hohen Bildungsabschluss 59 Prozent. Quelle: Reuters

Firmenpatriarch Fusajiro Yamauchi machte sich an die Herstellung traditioneller japanischer „Hanafuda“-Karten in Handarbeit, selbst das Papier kam aus eigener Produktion. Anfang des vergangenen Jahrhunderts kamen auch westliche Spielkarten dazu. Es war ein stabiles Geschäft - aber eben auch eins ohne große Wachstumsaussichten.

Verlustreiche Experimente

Hiroshi Yamauchi, der 1949 den Chefposten bei Nintendo übernahm, passte das überhaupt nicht. Der Enkel des Firmengründers wurde mit gerade einmal Anfang 20 an die Spitze des Familienunternehmens berufen. Er war der nächste männliche Nachfahre, nachdem sein Vater die Familie verlassen hatte, als Hiroshi noch ein Kind war. Schon mit seiner ersten Bedingung zeigte der junge Mann Machtbewusstsein: Er sollte der einzige Yamauchi in der Firma sein. Sein Cousin musste deshalb gehen. Hiroshi ersetzte schnell auch einen großen Teil der alten Führungsriege.

Zunächst versuchte der neue Chef, das traditionelle Geschäft auszuweiten. In den 50er Jahren fing Nintendo an, mit einer Lizenz von Disney Spielkarten mit Figuren wie Micky Maus und Donald Duck in Japan zu verkaufen. Es war ein Erfolg, der Yamauchi zudem beibrachte, wie wichtig beliebte Figuren werden können. Doch er wollte mehr. Es folgte eine Zeit von zum Teil verlustreichen Experimenten. Das erste neue Produkt, portionierter Reis, den man nur mit heißem Wasser übergießen musste, war ein Reinfall. Danach produzierte Nintendo unter anderem Kinderwagen, betrieb eine Taxi-Firma und ein Stundenhotel.

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