1700 Mitarbeiter werden entlassen Stellenabbau bei Texas Instruments

Der US-Chiphersteller Texas Instruments baut weltweit 1700 Stellen ab. Hintergrund ist, dass das Unternehmen sein Geschäft mit Handychips zurückfährt. Hier ist die Konkurrenz hart und die Entwicklung teuer.

Texas Instruments Quelle: AP

Der US-Chiphersteller Texas Instruments (TI) dampft sein wenig ertragreiches Geschäft mit Mobilfunkprozessoren ein und streicht 1700 Arbeitsplätze. Damit verlieren rund fünf Prozent der Belegschaft ihren Job bei dem Infineon- und Intel-Konkurrenten, wie dieser am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte.

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

TI hatte bereits im September Einsparungen im stark umkämpften Geschäft mit Chips für Smartphones und Tablet-PCs angekündigt, um seine Jahresziele noch erreichen zu können. Das hatte am Markt Spekulationen entfacht, TI könnte sich von einem Teil der Prozessoren-Sparte trennen. "Ein Verkauf wäre besser gewesen als eine Restrukturierung, aber eine Restrukturierung ist sicherlich besser als nichts", urteilte Sanford-Bernstein-Analystin Stacy Rasgon. TI-Aktien legten am Mittwoch im nachbörslichen Handel etwas zu.

Texas Instruments hat im Mobilfunkgeschäft Boden gegenüber Qualcomm, Apple und Samsung verloren, die nun eigene Chips entwickeln, statt sie von Zulieferern wie TI zu beziehen. Texas Instruments ist dagegen führend bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die Chips kommen in Waschmaschinen ebenso zum Einsatz wie in Fernsehgeräten oder Industrieanlagen.

Der Chipproduzent will sich nun auf andere Einsatzmöglichkeiten konzentrieren, etwa in der Autoindustrie. Mit dem Personalabbau will das Unternehmen, das 35.000 Beschäftigte rund um den Erdball bezahlt, jährlich etwa 450 Millionen Dollar einsparen. Kosten werden die Maßnahmen aber zunächst rund 325 Millionen Dollar, die im vierten Quartal verbucht werden, teilte TI mit.

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