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18.000 Arbeitsplätze fallen weg Nokia-Übernahme drückt Microsoft-Gewinn

Microsoft  hat im vergangenen Quartal erheblich mehr Umsatz gemacht - doch der Gewinn sank. Schuld war vor allem die Übernahme von Nokia.

Microsoft sucht den Anschluss

Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella will nach dem jüngst angekündigten Job-Kahlschlag die zugekaufte Nokia-Handysparte binnen zwei Jahren wieder in die Gewinnzone führen. Die Kosten dort sollten um eine Milliarde Dollar sinken, ab Mitte 2016 werde die Sparte dann keine Verluste mehr schreiben, teilte der weltgrößte Softwarekonzern bei Vorlage der Quartalsbilanz mit.

Nadella hatte vor wenigen Tagen den Abbau der Hälfte der 25.000 Stellen bei Nokia binnen eines Jahres angekündigt. Analysten zeigten sich am Dienstag positiv überrascht. "Die Nokia-Kostenprognose ist deutlich besser als befürchtet", sagte Daniel Ives von FBR Capital Markets. "Zwar ist noch einiges zu tun, aber es sieht so aus, als ob für Microsoft nach einem Jahrzehnt der Schmerzen und Enttäuschungen wieder rosigere Zeiten anbrechen."

Die Geschichte von Microsoft
Microsoftgründer Bill Gates und Paul Allen im Jahr 1975
IBM-Coup 1981
Windows 1985
Office-Start 1989
Windows 95
Ära Steve Ballmer 2000
X-Box 2001

Den Umsatz steigerte Microsoft im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal um 17 Prozent auf 23,4 Milliarden Dollar. Doch der Gewinn sank um sieben Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Nokia steuerte dazu einen Umsatz von zwei Milliarden und einen operativen Verlust von 692 Millionen Dollar bei.

Nokias Handy-Flaggschiff Lumia ging seit Abschluss der Übernahme vor neun Wochen 5,8 Millionen mal über den Ladentisch, der Marktanteil liegt bei vier Prozent. Das ist weniger, als sich Microsoft erhofft hat. Insgesamt lag Microsoft im abgelaufenen Quartal beim Umsatz leicht über den Erwartungen von Analysten, beim Gewinn indes leicht darunter. Die Microsoft-Aktie stieg nachbörslich um 1,1 Prozent, nachdem sie im Zuge des angekündigten Stellenabbaus auf den höchsten Stand seit 14 Jahren geklettert war.

Nadella hatte insgesamt den Abbau von 18.000 der 127.000 Stellen bei Microsoft angekündigt - der größte Kahlschlag seit Gründung des Unternehmens vor knapp 40 Jahren. Microsoft hat den PC-Markt über viele Jahre mit Software wie Windows oder Office beherrscht. Nadella will den einst von Bill Gates aufgebauten Konzern aber stärker auf den von Apple und Samsung dominierten Markt für Smartphones und Tablet-PCs sowie auf Online-Dienste ausrichten.

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