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Alphabet BMW prüft neuen Google-Namen rechtlich

Exklusiv

Alphabet, der Name der neuen Google-Holding, ist im Internet längst vergeben. Unter dem Namen firmiert eine BMW-Tochter. Der Autokonzern aktiviert jetzt seine Markenrechtler.

Der Autohersteller BMW lässt die Google-Umbenennung juristisch prüfen. Quelle: REUTERS

Solche Abrufzahlen hatte das Münchener Unternehmen Alphabet noch nie auf seiner Web-Seite. Als der Internet-Riese Google am Montag nach Börsenschluss seine Restrukturierung ankündigte und die Umbenennung der Dachgesellschaft in Alphabet liefen bei dem Münchner Anbieter von Corporate Carsharing-Diensten und Mobilitätslösungen für Unternehmen die Server heiß. Über Stunden war die Web-Adresse nicht erreichbar, weil Interessenten aus aller Welt versuchten, unter der naheliegenden Domain mehr Informationen zu Googles Zukunft zu finden.

Erfolglos, denn die Webseite gehört – wie auch der Carsharing-Anbieter – zum BMW-Konzern. In der Münchner Unternehmenszentrale des Automobil-Herstellers herrschte denn auch nach der Ankündigung aus Kalifornien großes Erstaunen. Auf WirtschaftsWoche-Anfrage erklärte eine Sprecherin aus dem Konzern, BMW sei weder vorab von Google informiert worden, noch habe es eine Abklärung der Namensrechte gegeben. Die nimmt BMW nun selbst vor. Die Marke sei geschützt, heißt es aus München. „Es gilt die markenrechtlichen Implikationen zu prüfen“.

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Die Prüfung verspricht brisant zu werden, denn BMW und Google stehen in wachsender Konkurrenz zueinander. Zum einen entwickelt und testet der Internet-Konzern bereits in den USA selbst fahrende Elektroautos. Zum anderen hat BMW gerade mit Daimler und Audi die Kartensparte Here von Nokia erworben – und konkurriert damit mit Googles eigenen Kartendiensten.

Günstigstenfalls wird Alphabet die Domain von BMW abkaufen können. Denn dass in Zukunft alle Interessenten über dessen korrekte Web-Adresse www.abc.xyz zum Google-Mutterhaus finden, ist eher unwahrscheinlich. Das lässt angesichts der Größe der Kontrahenten einen hübschen Sondererlös im nächsten BMW-Geschäftsbericht erwarten.

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