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Angriff auf Twitter Facebook startet Mini-Videos bei Instagram

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Konter gegen Youtube und Vine

Instagram-Gründer Kevin Systrom erklärt die Instagram-Videos. Quelle: AP

Auf das automatische Erkennen von Gesichtern – wie in Fotos üblich – hat man zunächst verzichtet. Zumindest in der ersten Version. Andererseits lässt sich gerade vor dem Hintergrund des NSA-Spähskandals so eine Funktion derzeit schwer vermarkten.

Wie Facebook Kapital aus Smartphone-Videos schlagen wird, steht auf einem anderen Blatt. Systrom scheint sich darum keine Sorgen zu machen. Er weist darauf hin, dass heute schon viele Marken – beispielsweise Modelabels – Instagram nutzen, um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. „Ich gehe davon aus, dass wir dort organisch hineinwachsen“, gibt sich der Instagram-Mitgründer gelassen. Um aber eilig nachzuschieben, dass Fotos und Videos weiterhin ihren Schöpfern gehören. „Sie sind nicht unser Eigentum“, bekräftigt Systrom. Was das Vermarkten erschwert.

Allerdings hindert das Facebook nicht daran, um die auf der Timeline des Nutzers veröffentlichten Videos herum Werbung einzuklinken. Denkbar auch, dass die Urheber von besonders populären Videos nicht nur mit Aufmerksamkeit bedacht werden, sondern auch mit zusätzlichen Diensten oder gar Umsatzbeteiligung.

Kurzfristig wird Instagram Facebooks Geschäft nicht ankurbeln. Strategisch macht der Dienst und sein Upgrade Sinn. Mit der rund 750 Millionen Dollar teuren Akquise hat Facebook-Gründer Zuckerberg nicht nur die Gefahr abgewendet, dass ihm populäre Fotodienste als Kommunikationsmedium den Rang ablaufen. Er könnte das gleiche jetzt auch mit Videos wiederholen, wobei die bereits gewonnenen 130 Millionen Instagram-Nutzer hilfreich sind.

In Arbeit
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Zudem kontert Facebook damit Wettbewerber wie Googles Youtube und Twitters Vine. Der Kurzvideo-Service Vine, der sechs Sekunden lange Videos erlaubt, wächst derzeit rasant.

Auch Microsoft, eigentlich ein Verbündeter von Facebook, wird nicht geschont. Spekulationen, dass die derzeit nur für Apples iOS und Googles Android verfügbare Instagram App in Kürze auch für Windows OS bereitsteht, nahm Systrom den Wind aus den Segeln. „Wir sprechen mit Microsoft“, so Systrom. „Aber derzeit sind wir auf iOS und Android fixiert.“

Einen direkten Seitenhieb auf Google kann sich Systrom nicht verkneifen. Ob eine Instagram App für Googles Datenbrille mache, könne er leider momentan persönlich nicht beurteilen. Google habe ihn zwar angemailt, ob er Google Glass testen wolle. Aber auch von ihm wie den anderen Interessenten eine schriftliche Begründung fürs Interesse gefordert. „Das habe ich aus Zeitgründen aufgeschoben“, frotzelt Systrom.

Vielleicht wacht bei Google mal jemand auf.

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