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Anonyme Chat-App Facebook startet „Rooms“ in Deutschland

Dass Facebook auf den Trend zu Apps mit anonymer Nutzung aufspringen wolle, war schon länger spekuliert worden. Nun ist App „Rooms“ auch in Europa verfügbar.

Das sind Deutschlands Internetriesen
Platz 10: YouTubeUmsatz 2013: 147 Millionen Euro*Der Video-Kanal schafft es mit zwei Millionen Euro Umsatz Vorsprung auf den elftplatzierten Mobile.de gerade noch in die Top Ten. Diese zehn größten Internetunternehmen generieren gemeinsam bereits 42 Prozent des gesamten Marktumsatzes der Top 1000. Dabei sind Film, Video & TV-Anbieter absoluter Vorreiter beim mobilen Traffic. Fast 56 Prozent der Visits kommen hier von mobilen Endgeräten. Zweitstärkstes Segment mit weitem Abstand sind Nachrichten mit 30,6 Prozent. Quelle: Statista 1000 Top-Internetunternehmen in Deutschland: Die Marktanalyse von Statista erfasst erstmals wesentliche Teile der Netto-B2C Wertschöpfung aus werbefinanzierten Angeboten, bezahlten digitalen Inhalten und Services auf Anbieterebene und bildet auf dieser Basis ein Umsatzranking der 1000 größten digitalen Anbieter ab. Im Vorfeld wurden hierzu mehrere tausend Websites auf ihre Relevanz untersucht. Quelle: dpa
Platz 9: Immoscout 24Umsatz 2013: 155 Millionen EuroSuchportale wie der Wohnungs- und Immobilienvermittler Immoscout, Reise-Vermittler, Kleinanzeigen und digitale Güter von Generalisten sowie Preisvergleiche, treiben den Markt und generieren 66 Prozent des erfassten Gesamtmarktvolumens. Quelle: Screenshot
Platz 8: Google PlayUmsatz 2013: 155,6 Millionen EuroMit iTunes, GooglePlay und YouTube bestimmen drei internationale Player das Spielfeld „Digitale Güter“. Das Segment Film, Video & TV (23 Prozent) wird von Senderablegern sowie internationalen Anbietern beherrscht, die verstärkt in den Markt drängen (z. B. Lovefilm, Watchever). Quelle: AP
Platz 7: Check24Umsatz 2013: 157 Millionen EuroVergleichsportale zählen zu den beliebtesten Inhalten im deutschen Internet. Mit 18,9 Prozent legt das Segment „Digitale Güter“ das stärkste jährliche Wachstum seit 2011 vor, gefolgt von digitalen Services mit 11,1 Prozent sowie den digitalen Content-Angeboten mit 8,9 Prozent. Quelle: Screenshot
Platz 6: bwinUmsatz 2013: 169,1 Millionen EuroBwin ist Deutschlands führender Anbieter von Sportwetten und Online-Gaming. Das Unternehmen wurde 1999 unter dem Firmennamen Simon Bold (Gibraltar) Ltd. gegründet und 2001 von der in Wien ansässigen, börsennotierten bwin Interactive Entertainment AG zu 100 Prozent erworben. Nach einer Fusion mit PartyGaming Plc im März 2011, ist dieses Unternehmen jetzt Teil der bwin.party Gruppe. Das Mutterunternehmen der Gruppe ist bwin.party digital entertainment plc, ein in Gibraltar registriertes und an der Londoner Börse notiertes Unternehmen. Quelle: dpa
Platz 5: Booking.comUmsatz 2013: 189,1 Millionen EuroBei Booking.com handelt es sich um ein ursprünglich niederländisches Reiseportal, das 1996 auf den Markt kam und seither wächst und wächst. Die deutschen Anbieter digitaler Dienstleitungen erwirtschaften nur 13 Prozent des Umsatzes der Top Ten des Segments Digitale Services. Quelle: Screenshot
Platz 4: FacebookUmsatz 2013: 228 Millionen EuroDas von Mark Zuckerberg erdachte soziale Netzwerk gehört zu den absoluten Riesen im Internet mit derzeit rund 1,2 Milliarden Mitgliedern. Quelle: dpa

Facebook hat seine für anonyme Nutzung ausgelegte Chat-App „Rooms“ am Dienstag auch in Deutschland gestartet. In der Anwendung können Nutzer unter beliebigen Namen Chat-Räume anlegen und dort Text-Nachrichten, Bilder und Videos austauschen. Die Idee dahinter sei, seinen Interessen folgen zu können, ohne die eigene Identität preisgeben zu müssen, sagte der zuständige Facebook-Manager Josh Miller.

Die App ist zunächst für Apple-Geräte verfügbar. In manchen Fällen sei die Anonymität für die Nutzer wichtig, wie etwa in der Gruppe zu Unterstützung bei Depressionen, die mehr als 400 Mitglieder habe, betonte Miller. Bei der Anmeldung zur App reiche es, eine E-Mail-Adresse anzugeben. „Wir wollen nicht wissen, wer Sie sind.“ Die Informationen würden auch nicht mit den Nutzerdaten aus der restlichen Facebook-Welt verknüpft.

Facebook in Zahlen

Neue Mitglieder für einzelne Räume werden über sogenannte QR-Codes eingeladen, die man abfotografiert oder per Screenshot speichert. Die Nutzung ist grundsätzlich ab 18 Jahren erlaubt. Facebook fragt das mit einem Dialog ab, setzt aber keine Kontrollen durch. Hochgeladene Fotos würden per Software auf Pornografie überprüft, sagte Miller.

Dem Unternehmen zufolge werden auch Texteinträge automatisch auf bestimmte Wortkombinationen gescannt, die etwa auf Gewaltverbrechen hinweisen könnten. Ansonsten würden Inhalte vor allem auf Meldung von Nutzern entfernt. Auch Moderatoren der Gruppen können sie löschen.

In Arbeit
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Facebook beharrt in seinem Online-Netzwerk darauf, dass Nutzer sich mit ihren echten Namen anmelden müssen, auch wenn diese Regel oft lasch gehandhabt wird. Außerdem können zum Beispiel Transsexuelle sich ganz offiziell unter Namen ihrer Wahl registrieren. Zugleich gibt es jenseits von Facebook verstärkt Apps wie „Secret“ oder „Whisper“, die eine anonyme Nutzung versprechen. „Rooms“ sei hauptsächlich in London von einem kleinen Team aus 10 bis 15 Leuten entwickelt worden, sagte Miller.

Die Sensibilität für den Datenschutz sei maßgeblich von einem deutschen Mitarbeiter aus Mannheim eingebracht worden. Pläne, mit „Rooms“ Geld zu verdienen, gebe es noch nicht. Wenn es soweit kommt, wäre es für ihn aber wichtig, den Nutzern und Betreibern der Gruppen eine Möglichkeit zum Geldverdienen zu geben, sagte Miller. Der Facebook-Konzern finanziert sich über Werbung, die auf die Nutzer zugeschnitten wird.

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