WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

App in die Fabrik Jetzt entern die IT-Konzerne das App-Geschäft

Seite 2/3

Der Business-Anteil der Apps steigt

Die App-Industrie ist damit eine vom Endkunden erzwungene Erfolgsgeschichte: Schon 2010 erwirtschaftete Apple allein mit Apps einen Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar. Heute gibt es jeweils mehr als 1,2 Millionen Apps im App Store von Apple sowie im Play Store von Googles Android.

Ein gigantischer Markt, den jetzt die anderen IT-Giganten erobern wollen. Von den im vergangenen Jahr laut US-Marktforscher Gartner weltweit in den App-Stores umgesetzten 35 Milliarden Dollar dürften noch gut 80 Prozent von mobilen Apps für Endkunden stammen, schätzt Axel Oppermann, Chef des IT-Analyseanbieters Avispador aus Kassel. Bis 2017 soll der Business-Anteil auf über 50 Prozent von dann mehr als 76 Milliarden Dollar ansteigen.

Der Gesamtmarkt für Apps und der Anteil der B2B-Apps

Kaum verwunderlich also, dass mit IBM, SAP & Co. die Großen der IT mit Macht ins Geschäft drängen. Big Blue hat sich zu diesem Zweck gar mit seinem Erzfeind verbündet: Als IBM und Apple Mitte 2014 ihre Partnerschaft verkündeten, war die Verwunderung in der Branche groß. Doch bereits im Dezember kamen die ersten Business-Apps aus dem Hause IBM speziell für die Apple-Plattform iOS. Bis heute hat IBM 22 solcher Apps auf den Markt gebracht, eingesetzt von mehr als 50 Unternehmen, darunter Konzerne wie Citigroup, Air Canada und dem Mobilfunkanbieter Sprint.

Zusatzservice im Flugzeug dank App

So stattet etwa die Fluggesellschaft Air Canada gerade ihre Flugbegleiter mit der App Passenger+ aus. Sie zeigt auf einem iPad jene Passagiere an, die einen Anschlussflug haben und diesen im Falle einer Verspätung zu verpassen drohen. Mittels Passenger+ können Stewardessen den betreffenden Fluggästen bereits im Flugzeug Alternativ-Optionen vorschlagen, die entsprechenden Flüge buchen sowie ein neues elektronisches Ticket ausstellen. Den Kunden spart dies im ärgerlichen Fall eines verpassten Anschlussflugs viel Zeit und Mühe. So ist die App ein einfaches, aber sehr wirksames Werkzeug für mehr Kundenzufriedenheit.

Apps und Dienste für ein papierloses Arbeiten
Logo von Evernote Quelle: Presse
DropboxDropbox installiert Ordner auf unterschiedlichen Rechnern und hält sie über das Internet synchron. ( iOS, Android) Quelle: Presse
Google DocsGoogle Docs ist das für den Privatgebrauch kostenlose Bürosoftwarepaket von Google. Die Dokumente liegen im Netz und können daher vom Computer, Smartphone oder Tablet bearbeitet werden – bei Bedarf auch von mehreren Anwendern gleichzeitig. Microsoft bietet mit Skydrive eine ähnliche Lösung. Quelle: Screenshot
PenultimatePenultimate ist eine Notizbuch-App fürs Tablet, die sämtliche digitalen Mitschriften bei Evernote hinterlegt. (Kostenlos, iOS). Ähnliche Funktionen bietet Bamboo. ( iOS, Android, kostenlos) Quelle: Screenshot
NotabilityNotability ist eine Notizbuch-App, die zugleich Gespräche aufzeichnet. Später können Nutzer per Klick auf Textstellen hören, was zu der fraglichen Zeit im Gespräch gesagt wurde. (1,79 Euro, iOS) Quelle: Screenshot
PDFpenPDFpen ermöglicht es, auf dem iPad handschriftliche Anmerkungen in PDF-Dokumenten zu machen und Verträge zu unterzeichnen. (14,99 Euro, iOS). Ähnliches für Android-Geräte bietet ezPDF Reader ( Android, iOS, 3,20 Euro). Wer nur eine App zum Unterschreiben von Dokumenten sucht, sollte das kostenlose Adobe- Programm EchoSign ( iOS) ausprobieren. Quelle: Presse
SketchBookSketchBook ist ein gutes Zeichenprogramm. ( iOS, Android, 4,49 Euro) Quelle: Screenshot

Vergleichbare Apps gibt es für die Mitarbeiter von Banken, Versicherungen, Einzelhändlern und Industrieunternehmen. Wie viel IBM mit Apps umsetzt, sagt das Unternehmen nicht. Laut eigenen Angaben arbeiten bereits mehr als 6000 Experten im Mobilbereich von Big Blue. „Unser Ziel ist es, noch in diesem Jahr die Zahl von 100 Apps in zwölf verschiedenen Industrien zu erreichen“, sagt Urs Schollenberger, der das IBM-Mobilgeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortet.

Erfolg mit Doppelstrategie

Noch weiter ist SAP. Der deutsche Softwaregigant sieht sich selbst sogar als Marktführer bei mobilen Geschäftsanwendungen: Laut eigenen Angaben nutzen mehr als 130 Millionen Anwender mobile Lösung aus dem Hause der Walldorfer.

SAP verfolgt im Mobilsegment eine Doppelstrategie: Zum einen hat der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware durch den Kauf des amerikanischen Software-Anbieters Sybase 2010 eine umfassende Plattform für Mobilanwendungen im Angebot. Basierend auf dieser können SAP-Kunden dann ihre eigene Business-Apps entwickeln und ihre Mitarbeiter damit ausstatten.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Benachrichtigung aktivieren
Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche informieren? Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft
Erlauben Sie www.wiwo.de, Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert
Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche auf dem Laufenden. Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%