Apple Event Das Wichtigste zu iPhone 7, Apple Watch und AirPods

Apple hat zu seinem großen Premieren-Event geladen und wird dabei ein neues iPhone vorstellen. In vielen Punkten lagen die Gerüchte richtig – doch nicht in allen. Die News aus San Francisco im Überblick.

Seit der ersten Einführung 2007 hat Apple eine Milliarde iPhones verkauft. Die neue Version soll nochmal einen ordentlichen Schub bringen. Quelle: REUTERS

Das große Neuheiten-Event von Apple ist vorbei. Der Konzern zeigte was er kann, stellte neue Versionen von iPhone und Apple Watch vor. Große Überraschungen blieben aus, kleinere gab es schon. Das Event im Überblick:

+++ Das war die große Apple-Show +++

Jetzt hat der australische Popstar Sia ihren Auftritt. Danach ist Schluss. Einige treue Fans dürften sich mehr versprochen haben: Der Nachrichtendienst Bloomberg zum Beispiel geht davon aus, dass Apple dieses Jahr noch drei neue Mac-Computer vorstellen wird. Darüber hat Cook aber kein Wort verloren. Auch zum neuen macOS 10.12 Sierra gab es nach der WWDC kein Update.

Im Anschluss an die Gesangseinlage verabschiedet Tim Cook die Zuschauer. Damit verabschieden wir uns auch mit dem Ticker.

+++ Zusammengefasst: iPhone 7 +++

Der Home-Button ist weg. Die Kopfhörerbuchse ist weg. Dafür gibt es einen schnelleren Prozessor, der auch weniger Strom verbraucht. Die Akkulaufzeit soll im Vergleich zu einem iPhone 6S um eine Stunde länger sein. Die Kamera wurde verbessert und mit mehr Farben versehen, das iPhone 7 Plus hat sogar eine Dual-Kamera, die auf einem Smartphone bislang einzigartige Funktionen ermöglicht. Dem iPhone 7 liegt ein Adapter bei, mit dem alte 3,5-mm-Klinkenanschluss-Kopfhörer weiter verwendet werden können. Oder man greift zu den neuen, drahtlosen AirPods.

Das Gehäuse bleibt nahezu unverändert, lediglich die Ränder der Antennen fallen im Vergleich zum iPhone 6S weg. Dafür gibt es mit „Jet Black“ eine neue Gehäusefarbe. Das glänzende Schwarz soll einen nahtlosen Übergang zwischen Display und Gehäuse bieten. Das normale Schwarz, Silber, Gold und Roségold bleiben im Programm. Die Preise beginnen bei 649 Dollar für das iPhone 7 (genau wie das iPhone 6S) und 769 Dollar für das iPhone 7 Plus. Aber: Es gibt den doppelten Speicher: 32 Gigabyte, 126 Gigabyte und 256 Gigabyte sind jetzt die Abstufungen.

Bestellt werden kann ab dem 9. September, also diesem Freitag – auch in Deutschland. Geliefert wird eine Woche später, also dem 16. September. Das Betriebssystem iOS 10 ist ab dem 13. September verfügbar. Die AirPods kommen erst im Oktober – Schiller nennt einen Preis von 159 Dollar.

Die Evolution des iPhones

+++ Neue iPhone-Prozessoren +++

Im iPhone 7 arbeitet ein neuer Prozessor, A10 Fusion genannt. Der Dual-Core-Prozessor soll – welch Überraschung – deutlich schneller sein als der Vorgänger A9. Verglichen mit dem Ur-iPhone aus dem Jahr 2007 ist die Grafikleistung 240 Prozent höher. Das sind dann schon ordentliche Zahlen. Heißt aber auch: Neue Spiele und Apps, die die Grafikleistung ausschöpfen, etwa das aktuelle Formel-1-Game oder Adobe Lightroom, laufen in dieser Form nur auf dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus.

+++ Apple Pay kommt nach Japan +++

Für Deutschland eher weniger interessant: Apple Pay wird es ab Oktober auch in Japan geben. Dazu brauchen die Geräte einen besonderen Funk-Standard, da Japan nicht mit NFC arbeitet. Auch die neue Apple Watch hat diesen Standard. Nur der Vollständigkeit halber.

+++ Neues Produkt: Apple AirPods +++

„Wir glauben an eine drahtlose Zukunft“, sagt Design-Guru Jonathan Ive in einem Einspielfilm über neue Funkkopfhörer. Wie schon beim iPhone-Film tritt er nicht persönlich auf, sondern spricht nur aus dem Off. Zurück zu den Kopfhörern: Im Gegensatz zu bestehenden Bluetooth-Kopfhörern haben die AirPods keine Kabel mehr zwischen den beiden In-Ear-Kopfhörern. Die Batterie soll bis zu fünf Stunden halten. Dann müssen die AirPods in ihre tragbare Ladeschale, in der ein verbauter Akku Strom für bis zu 24 Stunden bereithält.

Ach ja, die AirPods sehen aus die die gewöhnlichen Apple-Kopfhörer nur eben ohne Kabel. Technisch unterscheiden sie sich aber komplett, in ihrem Inneren arbeitet neben dem Funkmodul und dem Akku der erste eigene Wireless-Chip von Apple, W1 genannt. Auch Beats bringt drei neue Kopfhörer, die auf dem W1-Chip aufbauen.

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