Apple, Google, Amazon US-Tech-Giganten stellen sich gegen Trumps Zölle

Google, Amazon und Co. stellen sich gegen Donald Trumps Zölle Quelle: dpa

Führende US-Tech-Firmen haben sich in einem Brief an Steven Mnuchin gegen US-Zölle gegen China geäußert. Statt auf Zölle, sollen die USA auf die WHO setzen.

Trumps Zölle stoßen bei den führenden US-Technologieunternehmen auf Kritik. In einem Brief an den US-Wirtschaftsminister Steven Mnuchin schreiben Vertreter des US-Technologieverbands ITIC, dass sie zwar begrüßen, dass Trump im Rahmen der ”Section 301“-Initiative chinesische Verstöße gegen Patentrechtechte untersuche.

Zugleich seien Zölle nicht das richtige Mittel, um gegen die Verstöße vorzugehen, moniert der Verband, zu dem führende US-Tech-Fimen Apple, Google, Amazon und Microsoft gehören.

„Wir sind aus pragmatischen Gründen gegen die Zölle. Sie funktionieren nicht“, schrieb ITIC-Präsident Dean Garfield. Anstatt Zölle auf chinesische Produkte einzuführen, solle die US-Regierung sich bei ihrem Anliegen internationale Verbündete suchen und über die Welthandelsorganisation (WTO) gegen China vorgehen, so Garfield.

Schließlich würden nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch eine Reihe anderer Länder Chinas Handels- und Patentpraktiken bemängeln. Auch seien die USA in einer „einzigartigen Position“, um ein solches Bündnis anzuführen. Insgesamt plädieren die Tech-Unternehmen für „faire, wechselseitig vorteilhafte und ausgewogene Handelsbeziehungen“.

In den vergangenen Tagen haben die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sich dramatisch verschlechtert. Am Freitag gab Trump bekannt, dass er zusätzliche Strafzölle gegen China im Umfang von 100 Milliarden Euro prüfen ließe. Daraufhin hatte das chinesische Handelsministerium mitgeteilt, China werde „um jeden Preis“ und „bis zum Ende“ gegen den Protektionismus der USA vorgehen. „Wir wollen keinen Handelskrieg, aber wir fürchten einen solchen Krieg auch nicht“, so die chinesische Seite. Ob das nun von den Tech-Firmen vorgeschlagene Vorgehen beim US-Präsidenten und Mnuchin auf offene Ohren stößt, ist fraglich – schließlich setzen die Firmen auf die bei Trump unbeliebte Welthandelsorganisation. Zuletzt twitterte Trump, die WHO sei besonders unfair gegenüber den USA und behandele China ungleich besser.

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