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Apple Watch Japaner und Schweizer sollten gemeinsamen Gegenangriff starten

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Folgen für die klassische Uhrenindustrie

Was sind denn die Folgen für die klassische Uhrenindustrie?

Die Schweizer Uhrenhersteller reagieren heute auf die Smartwatch so wie auf die Quarzuhr damals in den Siebzigerjahren: Sie sagen, nur eine mechanische Uhr sei gut. Ich glaube tatsächlich nicht, dass die mechanischen Uhren verschwinden werden. Nicht Luxusanbieter wie Rolex, Omega oder Patek Philippe sind in Gefahr, aber das mittlere Segment mit Tissot, Festina, Fossil, Seiko oder Citizen. Ich erwarte für diese Uhrenproduzenten eine zwei bis drei Jahre lange Durststrecke.

Wie hart wird die?

So sieht Apples erste Smartwatch aus
Die Apple-Jünger in Japan können sich freuen: sie konnten am Freitag als erste die neue Smartwatch ausprobieren, hier in einem Apple Store in Tokio. Mitnehmen durften sie die Uhr aber noch nicht, weil der offizielle Verkaufsstart erst am 24. April beginnt. Quelle: dpa
Die Uhren können bislang nur vorbestellt werden. Im Online-Store von Apple ging es am Freitag hoch her. Dort waren nach wenigen Minuten nur noch einige Modelle zum eigentlichen Verkaufsstart in zwei Wochen verfügbar. Quelle: AP
Kunden, die sich am Vormittag einloggten, wurden für sämtliche 38 Apple-Watch-Modelle auf ein Lieferdatum „in 4 bis 6 Wochen“ oder auf den Juni vertröstet. Ein Blick auf die Varianten der Apple Watch: Quelle: AP
Drei VariantenMit gleich drei Modellen seiner Smartwatch geht Apple an den Start: Fitnessvariante, Standardmodell und Luxusausführung (von links nach rechts) kommen offiziell ab dem 24. April in den Verkauf. Quelle: dpa
Zwei GrößenAlle Modelle sind in zwei Größen erhältlich: Die kleine Version ist 38 Millimeter hoch, die große ist 4 Millimeter höher. Das Innere der Uhr wird durch kratzfestes Saphirglas geschützt. Quelle: PR
StandardmodellSo sieht das Standardmodell der Apple Watch aus poliertem Edelstahl aus. Das Gehäuse der Uhr ist mit verschiedenen Leder-, Stahl- und Plastikarmbändern kombinierbar. Hier ist die Variante mit weißem Sportband zu sehen. Quelle: dpa
Clip-Armband oder Edel-SchnalleDas Design der Armbänder reicht von einfach bis ausgefallen: Hier der sogenannte „Milanese Loop“. Das Armband aus Edelstahlgewebe wird mit einem Magnetclip verschlossen und ist so beliebig verstellbar. Quelle: PR

Ein Teil der Smartwatch-Käufer hat vorher keine Uhr getragen. Aber die anderen werden nicht im selben Jahr eine Smartwatch und eine Uhr für 500 bis 1000 Euro kaufen. Uhren in diesem Preissegment setzen im Jahr etwa zehn Milliarden Euro um. Ich befürchte einen Rückgang von zehn Prozent, das würde 500 bis 1000 Arbeitsplätze kosten. Schlimmer noch ist der Verlust an Industriekapazität. Wer Hochwertiges verkauft, muss auch Mittelwertiges herstellen. Ein Flugzeug fliegt auch nicht, wenn nur die Businessclass voll ist.

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    Ist auch die Swatch gefährdet?

    Ich hatte die Swatch vor 30 Jahren entwickelt, mit der Idee, dass sie fünf Jahre überlebt. Heute wird sie mit der gleichen Technik immer noch verkauft. Die Swatch ist ein Fossil. Aber sie ist genauso wie die Smartwatch ein Modeprodukt. Wenn ich bei Swatch arbeiten würde, würde ich mir schon die Frage stellen, wie ich da mitspielen könnte. Ich verstehe nicht, warum sie nicht reagieren.

    Gegen diese Uhren muss die Apple Watch bestehen
    Pebble Time Steel Quelle: PR
    LG G Watch Urbane Quelle: REUTERS
    LG G Watch Urbane LTE
    Alcatel OneTouch Watch Quelle: PR
    Huawei Watch Quelle: PR
    Cogito Watch Quelle: AP
    Cogito Watch Quelle: Screenshot

    Was müssten die Uhrenhersteller tun?

    Die Produzenten sind wie elegante Vögel, die es plötzlich mit Haien zu tun haben, die aus dem Wasser springen und fliegen wollen. Aber vielleicht können die Vögel schwimmen lernen. Wir haben die Technologien, aber die Frage ist, ob die Top-Manager die Führungskraft haben.

    IT



    Haben Sie Ideen für einen Gegenangriff?

    Auf keinen Fall sollte man Apple einfach nachmachen. Das Display zum Beispiel muss nicht die finale Lösung der Zukunft sein. Warum sollte ich einen Fernseher am Handgelenk tragen? Es gibt noch andere Möglichkeiten der Kommunikation.

    Bräuchte es eine konzertierte Aktion?

    Für die nächsten Innovationen sollten die früheren Feinde Schweiz und Japan kooperieren, weil sie sich mit Energie auskennen. Das tägliche Aufladen der Smartwatch ist unbequem. Man bräuchte auch einen längeren Lebenszyklus. Es gibt viel Potenzial für Verbesserungen.

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