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Apple Watch Japaner und Schweizer sollten gemeinsamen Gegenangriff starten

Elmar Mock, der Mit-Erfinder der Swatch, sieht die Apple Watch als Bedrohung für die traditionelle Uhrenindustrie. Er fordert eine konzertierte Aktion von Schweizern und Japanern gegen Apple.

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Apple-Watch frisst Armbanduhr Quelle: Getty Images, Montage

WirtschaftsWoche: Herr Mock, bisher tragen Sie immer eine Swatch. Werden Sie sich jetzt eine Apple Watch kaufen?

Elmar Mock: Selbstverständlich. Die Apple Watch ist absolut interessant und wird Erfolg haben.

Elmar Mock Quelle: PR

Warum sind Sie so davon überzeugt?

Im 20. Jahrhundert hatten die Menschen Kalender und Uhr dabei und konnten so Ort und Zeit für ein Treffen organisieren. Im 21. Jahrhundert kam Nokia mit dem genialen Slogan „Connecting People“: Über das Mobiltelefon lassen sich Treffen kurzfristig arrangieren, Ort und Zeit werden vorher nur vage verabredet. Die Smartwatch bringt den nächsten Sprung.

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    Inwiefern?

    Die jungen Leute schauen 200 bis 300 Mal am Tag auf ihr Telefon und haben es in der Hand oder auf dem Tisch. Es ist sinnvoll, diese Funktion aufs Handgelenk zu legen. Dass man dann parallel zur Uhr auch ein Smartphone braucht, stört wenig. Früher hatten wir, wie gesagt, ja auch Kalender und Uhr dabei.

    Aber wo sehen Sie den Fortschritt?

    Die Smartwatch ist ein Kommunikationssystem nahe unserem Nervensystem. Wir spüren über eine Vibration, ob eine Information gekommen ist oder ob wir nach rechts oder links gehen sollen. Und egal, welche Marke: Über die Smartwatch definiert sich die Zugehörigkeit zu einer neuen Generation.

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    Bulgari Diango Magnesium Intelligent WatchHinter der intelligenten Konzeptuhr des Luxusherstellers Bulgari verbirgt sich ein eingebauter NFC-Chip, der - ähnlich wie Apple Pay - als Schlüssel dient. So öffnet die Uhr beispielsweise in Kombination mit einer entsprechenden App den Tresor ihres Besitzers oder entschärft die Alarmanlage. Auch Haus- und Hotelzimmertüren sollen sich mit der „Diango Magnesium Intelligent Watch“, die wohl Ende des Jahres in Produktion geht, öffnen. Und - not least - es können heikle Daten wie Passwörter und Kontonummern in einer Cloud gespeichert werden, auf die man nur zugreifen kann, wenn man die Luxus-Smartwatch ans Handy hält und damit die entsprechende Sicherheits-App öffnet. Preis: Der Hersteller hält sich hier noch bedeckt – man kann aber davon ausgehen, dass man für die Diango ähnlich viel hinblättern muss, wie auch für andere Bulgari-Uhren. (Foto: Screenshot slashgear.com) Quelle: Screenshot
    Breitling B55 ConnectedDie „B55 Connected“ ist die erste Smartwatch aus dem Hause Breitling und stellt das Handy in den Dienst der Uhr. Titan-Gehäuse, Carbon-Beschichtung, digitales und analoges Ziffernblatt gleichzeitig: der klassische Fliegerchronograf ist in der Zeitzone der Wearables gelandet. Über eine App lassen sich u.a. Uhrzeit und Alarm einstellen sowie kabellos Abflug- und Landezeiten auf die Uhr herunterladen, um sie besser zu lesen, zu speichern oder weiterzuleiten. Preis: Spekuliert wird in der Branche ein Preis zwischen 6.000 und 8.000 Euro. Die genauen Kosten nennt Breitling noch nicht. (Foto: Screenshot Breitling) Quelle: Screenshot
    Frédérique Constant Horological Smartwatch Quelle: Screenshot
    Withings Activité Pop Quelle: Screenshot
    IWC Ingenieur Automatic Edition Quelle: Screenshot
    Nomos Minimatik Quelle: Screenshot
    Motorola Moto 360 Quelle: Screenshot

    Wie schätzen Sie die Fähigkeiten der Smartwatch ein?

    Die ersten Modelle sind noch nicht gut genug. Aber ein Produkt muss nicht perfekt sein, solange es grundsätzlich sinnvoll ist.

    Welches Potenzial sehen Sie?

    Eine Milliarde Menschen hat ein Smartphone. 10 bis 20 Prozent davon sind langfristig an einer Smartwatch interessiert. Ich rechne in diesem Jahr mit einem Absatz von 10 bis 20 Millionen Smartwatches und in zwei Jahren mit 50 Millionen verkauften Exemplaren. Neben Apple wird es aber viele andere Anbieter geben. Das Businessmodell verändert sich: Früher wurden Uhren im Uhrenhandel verkauft, seit der Swatch auch in Modegeschäften, und nun mit der Smartwatch in Elektronikläden.

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