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Apple Wie abhängig Apple vom iPhone ist

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Wie sehr Apple vom iPhone abhängt

Mit 74,78 Millionen iPhones war auch das Weihnachtsquartal 2015 (bei Apple als Q1 2016 ausgewiesen) ein Rekord. Aber nur noch knapp, ein Jahr zuvor waren es 74,47 Millionen Smartphones. Davor hatte der Wechsel von nur einem Gerät zu iPhones in zwei Größen nochmals einen kräftigen Absatzsprung gebracht. In einem Vergleich ohne den Weihnachts- und Neugeräte-Bonus, zum Beispiel der dritten Quartale 2015 und 2016, wird aber deutlich, was Cook meint mit: „Für uns geht es dieses Jahr etwas runter.“



Bei einer anderen Produktkategorie geht es seit einigen Quartalen stetig nach unten: den Tablets. Hier spielen zwei Trends eine entscheidende Rolle. Zum einen haben sich die Tablets doch nicht so stark im Alltag etabliert wie nach dem iPad-Hype 2010 erwartet. Zum anderen das Vertriebsmodell und die Lebensdauer: Viele Smartphone-Nutzer bekommen nach spätestens zwei Jahren über ihren Mobilfunkvertrag ein neues Gerät. Ein Tablet wird jedoch deutlich seltener ausgetauscht. Zudem ist es Apple ab einem gewissen Punkt nicht mehr gelungen, seine Premium-Preise durchzusetzen, wie folgende Grafik zeigt.



Schalten Sie zwischen Absatz und Umsatz hin- und her. Dabei ist das Weihnachtsquartal 2013 (in der Grafik Q1 2014) eine Art Wendepunkt. In den Anfangsjahren des Tablet-Booms 2010 bis 2012 hatte Apple das beste Produkt auf dem Markt – und konnte entsprechend hohe Preise verlangen. Dann zogen die Android-Tablets (und minimal die Surface-Geräte von Microsoft) nach. Mit Preissenkungen bei dem iPad und der Premiere des günstigeren iPad mini im Herbst 2012 konnte Apple noch weniger Umsatz je Gerät erzielen. Erst das teurere iPad Pro hat jetzt wieder dazu beigetragen, dass die Erlöse pro Tablet steigen – auch wenn der Gesamtmarkt für die Profi-Tablets bislang noch überschaubar ist.



Um eine Kategorie war es zuletzt sehr ruhig bei Apple. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg will Apple bis Ende des Jahres auch die Modellpalette seiner Mac-Computer erneuern. In Arbeit seien neue Versionen der iMac-Desktoprechner sowie der Laptops Macbook Air und Macbook Pro. Der Konzern hatte die Geräte schon längere Zeit nicht mehr aktualisiert und die Verkäufe schwächelten zuletzt.



Insgesamt zeigt sich das Computer-Geschäft weniger volatil als etwa die Smartphones. Das liegt auch an den unterschiedlichen Zyklen und der Anzahl der Geräte. Das iPhone ist in seiner Kategorie ein Alleinunterhalter, eine neue Generation wirkt sich extrem aus. Kommt aber ein neues Macbook auf den Markt, fällt das zwischen den Verkaufszahlen von Macbook Air, Macbook Pro, iMac, Mac Pro und Mac mini kaum auf. Sollte Apple tatsächlich bald drei Computer auf einmal überarbeiten, könnte das einen deutlichen Einfluss haben – wenn auch auf den Gesamtkonzern einen geringeren als ein neues iPhone.

Eines fällt aber bei Apple unter Tim Cook auf: die Forschungsausgaben des Konzerns steigen rapide an. Noch schlägt sich das nicht in bahnbrechend neuen Produkten nieder – dafür gibt es gute, aber eben nicht mehr herausragende Premium-Ware. Und auch deutlich mehr Produkte als noch zu Zeiten von Steve Jobs, als der Konzern aus einem Smartphone, Tablet und fünf Computermodellen und hartnäckigen Gerüchten um einen Fernseher bestand.



Wer weiß, vielleicht sind in den Forschungsausgaben bereits die Investitionen in ein Apple Car eingerechnet. Oder Tim Cook hat bei der Neuheiten-Vorstellung wieder ein legendäres „One more thing“ im Gepäck.

Falls nicht, hoffentlich ein gutes iPhone. Das wird die Ausgaben wohl wieder mehr als einspielen.

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