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Applied Materials, Moeller Maersk, BayernLB Die Quartalszahlen des Tages

Der weltgrößte Chipanlagenbauer Applied Materials hat Umsatz und Gewinn zuletzt kräftig gesteigert, mit seiner Prognose für das laufende Vierteljahr aber die Märkte enttäuscht. Quelle: REUTERS

Während der Chiphersteller Nvidia seinen Umsatz steigern kann, ist der Konkurrent Applied Materials deutlich pessimistischer als der Markt. Die Quartalszahlen des Tages im Überblick.

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Zahlreiche Firmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuelle Quartalsbilanz. Es folgt in Kurzform ein Überblick über einige Ergebnisse vom Freitag:

Chiphersteller Nvidia steigert Umsatz - aber vorsichtiger Ausblick
Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Milliarden Dollar (plus/minus zwei Prozent) und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zwar schnitt Nvidia im abgelaufenen Vierteljahr besser ab als gedacht. Der zurückhaltende Ausblick drückte die Aktie nachbörslich aber bis zu sechs Prozent ins Minus.
Ursprünglich sei erwartet worden, dass Chips für die Krypto-Industrie weiterhin einen nennenswerten Beitrag zum Geschäft leisten würden, erklärte Nvidia. Das sei nun nicht mehr so. So sei im zweiten Quartal der Umsatz in dem Bereich auf 18 Millionen Dollar eingebrochen, nach 289 Millionen im ersten Quartal. Nvidia selbst hatte mit 100 Millionen Dollar gerechnet.
Das abgelaufene Vierteljahr war gleichwohl von Zuwächsen geprägt. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 3,12 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um 89 Prozent auf 1,1 Milliarden. Beides lag über den Erwartungen der Analysten.

Grand City Properties steigert Gewinn im Halbjahr
Die Wohnimmobilienfirma hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr gesteigert. Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO I) legte um 16 Prozent auf 99 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn kletterte um 21 Prozent auf 271 Millionen Euro. Die Jahresziele für 2018 bekräftigte der im MDax notierte Konzern.

Chipanlagenbauer Applied Materials pessimistischer als der Markt
Der weltgrößte Chipanlagenbauer Applied Materials hat Umsatz und Gewinn zuletzt kräftig gesteigert, mit seiner Prognose für das laufende Vierteljahr aber die Märkte enttäuscht. In dem abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal erhöhten sich die Erlöse um gut 19 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Nettogewinn stieg um fast 27 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Dollar. Viele Kunden des Unternehmens investierten zuletzt kräftig in ihre Halbleiter-Produktion, unter anderem weil Smartphone-Produzenten und Cloud-Dienstleister verstärkt Chips nachfragen.
Doch inzwischen seien die Kunden etwas zurückhaltender, erklärte Konzernchef Gary Dickerson den verhaltenen Ausblick für das Schlussquartal. Dickerson bleibt mit seiner Prognose nicht nur hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Er rechnet auch mit weniger Umsatz und Gewinn als im abgelaufenen Quartal. Die Entwicklung bei Applied Materials wird als Gradmesser für den Zustand der Halbleiterbranche gesehen.

Reederei Moeller Maersk erzielt höhere Umsätze
Die weltgrößte Containerschiff-Reederei hat ihre Umsätze im zweiten Quartal um 24 Prozent gesteigert. Für das Gesamtjahr erwartet der dänische Konzern Erlöse von insgesamt 40 Milliarden Dollar. Die Integration der Reederei Hamburg Süd komme wie geplant voran und habe im ersten Halbjahr Synergien von rund 140 Millionen Dollar gebracht.

Tochter DKB verhilft BayernLB zu mehr Gewinn
Die BayernLB hat dank der Stärke ihrer Tochter DKB im ersten Halbjahr mehr verdient. Der Konzerngewinn vor Steuern legte um sechs Prozent auf 452 Millionen Euro zu, wie die zweitgrößte deutsche Landesbank am Freitag mitteilte. Während das Geschäft bei der Direktbank DKB floriert, kämpft die BayernLB in den anderen Konzernbereichen mit Gegenwind.
Die DKB konnte ihr Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 204 (Vorjahr: 116) Millionen Euro fast verdoppeln. Sie profitierte von einer günstigeren Refinanzierung und steigenden Kundenzahlen. Der Zinsüberschuss der Direktbank legte trotz der rekordniedrigen Zinsen auf 511 (429) Millionen Euro zu. Das trieb auch den Zinsüberschuss des Konzerns um vier Prozent auf 879 Millionen Euro hoch. Die DKB ist mit mehr als 3,8 Millionen Kunden nach der ING Diba die zweitgrößte Direktbank in Deutschland.
Wie zuvor schon zahlreiche Konkurrenten, beklagte auch die Landesbank den harten Wettbewerb im Firmenkundengeschäft. Im Segment Corporates & Mittelstand ging das Ergebnis vor Steuern daher auf 181 (212) Millionen Euro zurück.

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