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AT&T-Megafusion Time-Warner-Chef winkt nach Deal Millionen-Bonus

Die Übernahme des US-Medienkonzerns Time Warner durch den Mobilfunkriesen AT&T dürfte eine Person ganz besonders freuen: Time-Warner-Chef Jeff Bewkes könnte bei dem Deal einen 32-Millionen-Dollar-Bonus einstreichen.

Der Chef von Time Warner,Jeff Bewkes, könnte beim Abschluss der Mega-Transaktion 32 Millionen Dollar einstreichen. Quelle: AP

Bei der Übernahme durch den Mobilfunkriesen AT&T kann der Chef des US-Medienkonzerns Time Warner auf einen millionenschweren Bonus hoffen. Jeff Bewkes könnte beim Abschluss der Mega-Transaktion 32 Millionen Dollar einstreichen, wie aus einer Mitteilung von Time Warner an die Behörden am Montag hervorgeht. Dies sei den ausgehandelten Vertragsbedingungen zufolge möglich. Der US-Mobilfunker hatte am Samstag angekündigt, Time Warner für 85 Milliarden Dollar zu kaufen. Beide Seiten stimmten dem Deal bereits zu. Bewkes teilte mit, dass er noch einige Jahre bei dem fusionierten Konzern arbeiten wolle.

Time Warner trat zudem Spekulationen über ein konkretes Kaufinteresse anderer Unternehmen entgegengetreten. "Niemand sonst ist wegen eines Deals auf das Unternehmen zugekommen", sagte Bewkes dem TV-Sender CNBC. Medienberichten zufolge soll aber auch Apple an der Time-Warner-Gruppe, zu der die TV-Sender HBO und CNN sowie das Filmstudio Warner Bros gehören, interessiert gewesen sein.

Die geplante Übernahme von Time Warner durch AT&T stößt derweil in den USA auf Vorbehalte in der Politik. Der US-Senat kündigte am Sonntag eine sorgfältige Prüfung des Vorhabens über 85 Milliarden Dollar an. Die Transaktion könnte schwerwiegende Wettbewerbsbedenken hervorrufen, sagte der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses der Kongress-Kammer. Eine Anhörung werde im November angesetzt, sagte ein Sprecher der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Bevor man sich jedoch eine abschließende Meinung bilden könne, müssten noch sehr viele Informationen offengelegt werden, sagte Brian Fallon. Clintons Kandidat für das Vize-Amt, Tim Kaine, sagte, der Deal könne wettbewerbsrechtlich bedenklich sein. Er sei für Wettbewerb, sagte Kaine dem Sender NBC. "Weniger Konzentration ist generell von Nutzen, insbesondere bei den Medien."

Die Übernahme werfe eine Reihe von Fragen auf, Clintons Rivale von den Republikanern, Donald Trump, hatte bereits am Samstag angekündigt, im Falle seiner Wahl würde er es AT&T nicht gestatten, Time Warner und damit CNN zu kaufen. Ein Trump-Berater bekräftigte die Aussagen. Trump werde die Oligopole der Medien aufbrechen. AT&T missbrauche sein Monopol und bei einer Übernahme von Time Warner liege zu viel Macht in den Händen von zu wenigen.

Der Telekomriese AT&T hatte am Samstagabend angekündigt, den Konzern Time Warner, zu dem die Sender HBO und CNN sowie das Filmstudio Warner Bros gehören, kaufen zu wollen. Die Wettbewerbsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Sollte der Deal zustande kommen, wäre er der größte weltweit in diesem Jahr. AT&T-Chef Randall Stephenson zeigte sich zuversichtlich, mögliche Bedenken der Regulierungsbehörden auszuräumen.

Ein Sprecher des US-Justizministeriums wollte sich zu den Übernahmeplänen nicht äußern. Die Befugnis einen Zusammenschluss zu unterbinden liegt bei dem Ministerium und nicht bei dem Präsidenten.


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