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„Bendgate“ und seine Folgen Das Web spottet über Apple

Nachdem die Bilder der verbogene Modelle des iPhone 6 Plus das Netz geflutet haben, folgt für Apple die nächste Negativ-Premiere: Eine Welle des Spotts. Werbemanager, Scherzbolde und Apple-Feinde sind in ihrem Element.

Hier ist es noch intakt, doch im Netz amüsieren sich die Nutzer über die schlechte Verarbeitung de iPhones. Quelle: Reuters

San FranciscoWährend in Cupertino der Haussegen schief hängt, ist das „Bendgate“, der Skandal um verbogene iPhone6 Plus, auf Twitter ein gefundenes Fressen für Apple-Feinde, Satiriker oder schlicht Werbemanager, die sich auf Kosten von Apple einen Scherz erlauben.

Weniger witzig findet die Börse die anhaltenden Querelen um ein zurückgezogenes Software-Update und das übergroße Smartphone mit Bananenmodus: Die Apple-Aktie fiel zeitweilig um über drei Prozent. Wie so oft im Social Web: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Ausgangspunkt waren Fotos von verärgerten Besitzern von iPhone6Plus-Geräten, die ihre verbogenen Alu-Smartphones im Web posteten. Es kann offenbar passieren, wenn man sie in engen Hosentaschen transportiert.
Daraufhin machte Lou von Unbox Therapy den Praxistest und zeigte auf Youtube, wie sich ein iPhone 6 Plus ziemlich leicht verbiegen lässt.

Zu allem Überfluss folgte ein Video, in dem es nicht möglich war, das Konkurrenzprodukt Samsung Galaxy Note 3 zu verunstalten. Hatten bis dahin treue Apple-Fans noch im Social Web tapfer gegengehalten, verstummten sie danach zusehends. Es scheint also nicht ein „generelles Problem aller großen Smartphones“ zu sein, wie sie darstellen wollten. Und nicht alle, die Smartphones in der Hosentasche tragen wollen sind einfach nur „zu blöd“.

Für Konkurrenten wie LG mit seinem natürlichen Krumm-Phone ein gefundenes Fressen. Sie zeigten, wie man Smartphones biegen kann, ohne sie zu zerstören.

Allerdings folgte die Retourkutsche prompt. Die LG-Presseagentur hatte den kompromittierenden Tweet ausgerechnet von einem iPhone aus gepostet, fanden Twitter-Nutzer heraus. Ein klassisches Eigentor.
Ronald Jonkers ging im Sinne der wissenschaftlichen Exaktheit noch einen Schritt weiter und zeigte, wie leicht sich auch andere Apple-Produkte verbiegen lassen. Ein bislang unentdeckter Skandal!

Und auch Ben Thompson scheute nicht davor zurück, sein iPhone zu opfern, um der Allgemeinheit die Ausmaße der Verwüstungen zu verdeutlichen.


Oliver Kreimer kann dem Ganzen immerhin auch etwas Gutes abgewinnen und nutzt bendgate zur Selbstreflexion.

Zur Ruhe und Besonnenheit rät auch Chipshersteller Pringles. Was ist denn schon schlimm an ein paar Krümmungen?


Kit-Kat und Dali – das krumme iPhone trifft auf Pop und Kultur


Sogar Kitkat, berühmt als Symbol für Googles Android-Betriebssystem “Kitkat”, springt zur Verteidigung Apples in die Bresche: Wie biegen gar nicht erst. Wir brechen sofort!

Silicon Valley erlaubt sich ebenfalls einen kleinen Seitenhieb auf die große Konkurrenz: Wenn schon gebogen, dann so.

Im Grunde könnte das Ganze auch nur wieder ein großes Missverständnis oder ein zu früh aufgetauchtes Feature sein. Angeblich sind bereits erste Geheimbilder der kommenden Dali-Edition des iPhones aufgetaucht.

Wie dem auch sei: Apple will die betroffenen Kunden – es sollen nur ganz wenige sein - offenbar entschädigen. Ob mit einem neuen Gerät oder einem Reparatur-Set ist anscheinend noch nicht klar.

Auch für die Konkurrenzprodukte von Nokia, HTC und Co gibt es mittlerweile Video-Knicktests im Netz.

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