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Bertelsmann-Tochter Tausend Mitarbeiter betroffen – Arvato schließt Standorte im Osten

Arvato will bis Juni 2019 insgesamt sechs Standorte in Ostdeutschland schließen. Die Gewerkschaft Verdi bezeichnet die Schließung als skandalös.

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Bertelsmann News: Aktuelle Meldungen zum Medienunternehmen Quelle: dpa

Gütersloh, Leipzig Die Bertelsmann-Tochter Arvato will sechs Standorte mit insgesamt 950 Mitarbeitern in Ostdeutschland schließen. So will sich das Unternehmen zum 30. April 2019 von den Niederlassungen in Leipzig, Gera und Cottbus sowie zum 30. Juni 2019 von den Bereichen in Dresden, Halle und Magdeburg trennen, teilte ein Sprecher des Kommunikationsdienstleisters am Dienstag in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) mit.

Der Medien-, Buch- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann hatte bereits Ende Januar angekündigt, er erwäge den Verkauf von Teilen seiner Dienstleistungstochter Arvato. Dabei geht es um das Geschäft mit Kundensystemen in der IT-, Banken-, Versicherungs- und Telekommunikations-Branche.

Betroffen wäre auch das Geschäft mit Facebook, hieß es seinerzeit. Für das US-Unternehmen tritt Arvato an mehreren Standorten in Europa als Dienstleister auf und löscht mit eigenen Teams illegale Einträge wie Hass-Postings und Gewaltfotos.

Das Dienstleistungsgeschäft mit Callcentern und Löschtrupps für Facebook sei zwar profitabel, werfe aber zu wenig ab, um in das digitalgetriebene Geschäft auch in Zukunft aus eigener Kraft genug investieren zu können, hieß es.

Die Gewerkschaft Verdi bezeichnete die Schließung als skandalös und forderte sichere Beschäftigungsperspektiven für die Betroffenen an den sechs Standorten.

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