Bezahlsender Sky will Abo-Zahl auf fünf Millionen treiben

Der Bezahlsender Sky Deutschland visiert bis zu fünf Millionen Abonnenten an. Mit Sport, Spielfilmen und Dokumentationen lockte Sky von April bis Juni unter dem Strich 48.000 neue Abonnenten an.

Wer in der Champions League am meisten verdient
Platz 15: FC Schalke 04 – 27,980 Millionen EuroDie Königsblauen gehören zwar nicht zu den Top 10 der Champions-League-Profiteure, doch 11,380 Millionen Euro TV-Einnahmen aus dem Markt-Pool sind eine ordentliche Summe. Die Gelder aus dem TV-Pool verteilt die Uefa an die Vereine und errechnet die Anteile aus der eigenen Marktbewertung des jeweiligen Landes. Wären die Schalker im Achtelfinale der Champions League nicht gegen Galatasaray Istanbul ausgeschieden, wären weitere Millionen drin gewesen. Quelle: dpa
Platz 14: Manchester City – 28,777 Millionen EuroDer Vorjahresmeister von der Insel hat in der Gruppenphase der Champions League auf ganzer Linie enttäuscht und schaffte als Letzter nicht einmal den Einzug in die Europa-League. Dafür kann sich die eingenommene Summe sogar sehen lassen. Hier haben vor allem die TV-Gelder den Ausschlag gegeben. Quelle: AP
Platz 13: FC Valencia – 30,005 Millionen EuroDie Spanier konnten sich im Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain nicht durchsetzen, haben aber den späteren Triple-Bayern in der Gruppenphase gewaltige Probleme bereitet. Quelle: dpa
Platz 12: FC Chelsea – 30,777 Millionen EuroWirklich schön war das nicht, was der Londoner Klub da im Finale der Europa League gegen spielstarke Lissaboner abgeliefert hat. Gereicht hat es am Schluss trotzdem – immerhin für den zweitwichtigsten Titel im europäischen Klub-Fußball. In der Champions League war aber schon in der Gruppenphase Schluss, es reichte nur zu einem dritten Platz. Sonst wären die Einnahmen höher ausgefallen. Quelle: REUTERS
Platz 11: FC Arsenal – 31,423 Millionen EuroKeiner hätte gedacht, dass der FC Schalke 04 den Gunners in der Gruppenphase der Champions League die Show stiehlt, aber so kam es und Arsenal musste sich im Achtelfinale mit den starken Bayern messen – vergeblich. Immerhin wahrte Poldis Klub im Rückspiel sein Gesicht und brachte die Münchener an den Rand einer Niederlage. Quelle: AP
Platz 10: FC Malaga – 32,107 Millionen EuroMalaga hätte DAS Überraschungsteam der vergangenen Champions-League-Saison werden können – wenn da nur nicht Felipe Santanas Fuß in der Nachspielzeit der Viertelfinales gewesen wäre, der den Ball zum entscheidenden 3:2 über die Linie drückte und für das Wunder von Dortmund sorgte. Aber selbst der Einzug in das Viertelfinale war mehr, als die meisten Beobachter dem Team im Vorfeld zugetraut hätten. Quelle: dpa
Platz 9: HSC Montpellier – 32,352 Millionen EuroDie Franzosen verabschiedeten sich in der vergangenen Saison relativ chancenlos mit zwei Punkten und zwölf Gegentoren aus der Champions League. Der Verteilungsschlüssel der UEFA hat aber dennoch für ordentliche Einnahmen gesorgt. Quelle: dpa
Platz 8: Manchester United – 35,555 Millionen EuroDer englische Rekordmeister hat seit seiner ersten Teilnahme an der Champions League insgesamt 477,875 Millionen Euro in der Königsklasse eingenommen – das ist einsame Spitze. In der vergangenen Saison war dann aber schon im Achtelfinale gegen Real Madrid Schluss, weswegen die Red Devils in der aktuellen Einnahme-Statistik nicht ganz vorne dabei sind. Quelle: dpa
Platz 7: Paris Saint-Germain – 44,690 Millionen EuroWenn Scheichs das Zepter übernehmen, werden massenweise Stars eingekauft – so auch beim Pariser Traditionsklub, der in der Champions League nur knapp am FC Barcelona scheiterte. In der kommenden Saison will der PSG mit Rekordtransfers à la Radamel Falcao noch höher hinaus. Die jüngsten Einnahmen aus der Königsklasse können diese enormen Ausgaben im Moment nicht decken. Quelle: AP
Platz 6: FC Barcelona – 45,508 Millionen EuroDer spanische Meister konnte in der vergangenen Champions-League-Saison nicht die Spielstärke und Dominanz auf dem Platz zeigen, die man jahrelang von ihm gewohnt war. Irgendwie stolperte sich Barca schließlich ins Halbfinale, wo es gegen Bayern München sowohl im Hin- als auch Rückspiel richtige Klatschen verkraften musste (0:4, 0:3). Am Schluss ging wohl ein Großteil der Champions-League-Einnahmen für das Handgeld von Neuzugang Neymar drauf (angeblich 40 Millionen Euro). Quelle: AP
Platz 5: Real Madrid – 48,441 Millionen EuroFür Christiano Ronaldo gab es im Dortmunder Signal-Iduna-Park nichts zu lachen: Im Hinspiel des Halbfinals der Champions League schickte der BVB die Königlichen mit 4:1 nach Hause. Der 2:0-Sieg im Rückspiel reichte nicht mehr, um ins Finale einzuziehen. Immerhin blieben knapp 50 Millionen an Einnahmen. Quelle: AP
Platz 4: AC Mailand – 51,357 Millionen EuroIm Achtelfinale der Champions League dachten nach dem 2:0-Hinspielerfolg gegen den FC Barcelona einige Milan-Fans, dass eine Sensation möglich ist. Im Rückspiel sorgten die Katalanen jedoch mit einem 4:0 für eine Klärung der Verhältnisse. Trotzdem haben die Italiener mehr Geld in der Königsklasse eingenommen als die Spanier. Quelle: dpa
Platz 3: Borussia Dortmund – 54,161 Millionen EuroDie vergangene Champions-League-Saison war für den BVB eine traumhafte – trotz der Finalniederlage gegen den Rivalen aus München. Schließlich hat der Ruhrpott-Klub neben dem sportlichen Erfolg eine beachtliche Summe an Zusatzeinnahmen generiert, mit denen die aktuellen Neuzugänge (Aubameyang, Mkhtaryan, Sokratis) finanziert werden konnten. Quelle: dpa
Platz 2: FC Bayern München – 55,046 Millionen EuroMünchen hat laut SID seine Gesamteinnahmen aus der Champions League seit seiner ersten Teilnahme an der Königsklasse auf nunmehr 449,856 Millionen Euro gesteigert. Somit ist der Triple-Gewinner die Nummer zwei hinter Englands Rekordmeister Manchester United, der bislang 477,875 Millionen Euro – 28 Millionen Euro mehr als München – eingenommen hat. Doch warum hat Bayern als Champions-League-Sieger nur etwa eine Million Euro mehr als Dortmund eingenommen? – Die Dortmunder haben mehr Geld aus dem TV-Markt-Pool und für den Meistertitel des Vorjahres einen entsprechenden Bonus erhalten. Quelle: dpa
Platz 1: Juventus Turin – 65,315 Millionen EuroDer italienische Meister ist auch der Einnahmen-Spitzenreiter in der Champions League. Obwohl Juve schon im Viertelfinale an Bayern scheiterte, blieben hohe Einnahmen durch TV-Gelder einheimischer Fernsehsender (30 Millionen im Free-TV und 100 Millionen im Pay-TV). In Deutschland waren die TV-Einnahmen der UEFA relativ gering (jeweils rund 50 Millionen Euro von ZDF und Sky), weswegen nicht so viel ausgeschüttet wurde. Quelle: dpa

"Je größer wir werden, desto schneller werden wir wachsen. Und um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir zunächst vier oder fünf Millionen Kundenhaushalte", sagte Sky-Chef Brian Sullivan dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Im internationalen Vergleich sei Sky Deutschland noch klein. "Trotz unseres beschleunigten Wachstums besitzt nicht einmal jeder zehnte deutsche Haushalt ein Sky-Abo", sagte Sullivan. "Ich sehe keinen Grund, warum wir in der Zukunft nicht signifikant mehr Haushalte erreichen sollten."

Die Gesamtzahl der Kunden stieg damit auf knapp 3,5 Millionen. Viele von Ihnen gewann der Sender für Zusatzangebote wie hochauflösende Bildqualität oder Videoabrufe, so dass die Kunden nun durchschnittlich fast 34 Euro im Monat bei Sky ausgeben.

Sullivan verteidigte die Anhebung der Sky-Preise für die Gastronomie. "Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass viele Wirte durch unsere Übertragungen sehr viel Umsatz machen. Wir hatten geraume Zeit ein Preismodell, das sich langfristig nicht für uns ausgezahlt hat", sagte Sullivan. Er wies darauf hin, dass die meisten Barbesitzer ihr Jahres-Abo mit den zusätzlichen Einnahmen, die sie bei zehn Spielen erzielen, amortisieren.

Für das Gesamtjahr rechnet Sky mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). "Unser Ebit wird allerdings noch negativ sein", sagte Sullivan. Im zweiten Quartal wuchsen die Erlöse um 15 Prozent auf 375 Millionen Euro. Das Ebitda des deutschen TV-Ablegers aus dem Reich des Medienmoguls Rupert Murdoch kletterte um 60 Prozent auf 37 Millionen Euro.

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