Blackberry im Umbau Software-Sparte soll schwaches Handy-Geschäft ausgleichen

Mit 60 Mitarbeitern und einem Zukauf startet der Smartphone-Hersteller Blackberry seine neue Cybersicherheit-Sparte. Das neue Geschäft soll schwächelnde Handy-Verkäufe auffangen – und vor allem Unternehmen ansprechen.

Schon die Smartphones von Blackberry waren vor allem bei Firmenkunden beliebt. Im gleichen Markt will sich der kanadische Hersteller mit seiner Sicherheitssoftware etablieren. Quelle: Reuters

BarcelonaDer kanadische Smartphone-Pionier Blackberry richtet sich inmitten schwacher Verkäufe seiner Handys noch stärker auf das Software-Geschäft mit Unternehmen aus. Das Unternehmen gab am Mittwoch die Übernahme der britischen Firma Encription bekannt, die auf Beratung bei Cybersicherheit spezialisiert ist. In dem neuen Blackberry-Bereich sollen rund 60 Mitarbeiter tätig sein, sagte der für das operative Geschäft zuständige Manager Marty Beard beim Mobile World Congress in Barcelona.

Blackberry hatte mit seinem eigenen Betriebssystem zuletzt laut Marktforschern nur noch einen Anteil von 0,2 Prozent am Smartphone-Geschäft. Nach einem ersten Android-Telefon schloss Konzernchef John Chen nicht aus, dass Blackberry auch ganz auf das Google-System umsteigen könnte. Er setzt einen Schwerpunkt auf Software für IT-Sicherheit in Unternehmen. Alle aktuellen Anwendungen würden gleich für verschiedene Plattformen entwickelt, erklärte Beard. Blackberry strebe eine starke Position bei der sicheren Vernetzung von Technik im Internet der Dinge an, unter anderem im Gesundheitsbereich und in Autos.

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