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Quelle: dpa

Digitale Assistenten bei Early Adoptern besonders beliebt

Early Adopter in Deutschland nutzen häufig Siri, Alexa und Google Assistant, zeigt eine neue YouGov-Analyse. In anderen Ländern gibt es deutlich mehr Menschen, die keinen technischen Trend verpassen wollen.

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Während die einen genau wissen, wann das neue Modell ihres Lieblings-Smartphones zu kaufen sein wird und sie die Wochen und Tage runterzählen, merken die anderen erst dann, dass es vielleicht mal Zeit für ein neues Gerät ist, wenn manche Apps nicht mehr funktionieren oder es für das Betriebssystem keine Updates mehr gibt. So unterschiedlich sind die Vorlieben hinsichtlich neuer, technischer Entwicklungen. Die einen wollen keine verpassen, die anderen bekommen sie nicht einmal mit.

In unserer aktuellen Studie „First in line: Early technology adopters around the globe“ haben wir diese Unterschiede in insgesamt 25 Märkten weltweit untersucht und in Zahlen erfassbar gemacht. So geben im Schnitt 18 Prozent der Verbraucher in den untersuchten Märkten an, Early-Tech-Adopter zu sein. Das heißt: Sie sind nach eigener Aussage stets über neue technische Geräte und Services informiert und kaufen sie zur Markteinführung. Oder sie gehören zumindest zu den ersten, die sie kurz nach der Markteinführung kaufen.

Vor allem junge Männer wollen keinen technischen Trend verpassen

Wie zu erwarten gehört Deutschland mit 14 Prozent nicht zu den Ländern mit den meisten Early Adoptern. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig. Die demografische Struktur in Deutschland spielt eine Rolle sowie die Einstellung zu Datenschutz und IT-Sicherheit.



Länder mit einem deutlich höheren Anteil von 25 bis 18 Prozent Early Adopter sind unter anderem (absteigend sortiert): China, Singapur, Schweden, Australien, Italien, USA.

Trotz der unterschiedlichen Einstellungen dazu, wann und wie häufig neue technische Geräte angeschafft werden – es gibt länderübergreifende, vor allem demografische Gemeinsamkeiten. Wie in anderen Ländern sind die Early Adopter auch in Deutschland vorwiegend männlich und jünger als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung, allerdings etwas älter als die Vergleichsgruppe in anderen Ländern.

Early Adopter nutzen deutlich häufiger Alexa, Google Assistant und Siri

Einen besonderen Fokus haben wir in unserer Studie auf die digitalen Assistenten in Deutschland gerichtet, denn hier ist der Unterschied zwischen den Early Adoptern und der Gesamtbevölkerung besonders groß:

  • Unter den deutschen Early Adoptern nutzen 33 Prozent den digitalen Assistenten Alexa von Amazon. In der Gesamtbevölkerung sagen dies nur 15 Prozent.
  • Google Assistant nutzen 27 Prozent der technikaffinen Zielgruppe, unter allen deutschen Befragten machen 16 Prozent diese Angabe.
  • Den digitalen Assistenten Siri von Apple nutzen 22 Prozent der Early Adopter, aber nur 11 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Der Anteil an Early Adoptern, der digitale Assistenten nutzt, ist also fast doppelt so groß wie der an der Gesamtbevölkerung. Die Gründe für die stärkere Nutzung der Assistenten können nicht (hauptsächlich) darin liegen, dass die Early Adopter weniger skeptisch sind. Unter ihnen fürchten nämlich ähnlich viele wie in der Gesamtbevölkerung, dass eine stärker werdende Abhängigkeit von digitalen Assistenten für eine Gesellschaft gefährlich werden kann. Eine mögliche Erklärung: Die Early Adopter sehen in den digitalen Assistenten einen solch großen Mehrwert, dass sie vorhandene Befürchtungen eher in Kauf nehmen.


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Wetterbericht und Musik abspielen

Early Adopter in Deutschland nutzen digitale Assistenten am häufigsten beim Relaxen. Auch während der Erledigung von Hausarbeiten und beim Kochen spielen sie eine Rolle. Die häufigsten Anwendungen: Wetterbericht checken, Musik abspielen, Kalendereinträge und Erinnerungen verwalten.

Dass Early Adopter in Deutschland im Vergleich zur Gesamtbevölkerung so häufig digitale Assistenten nutzen, kann für viele Marken interessant sein – nicht nur aus dem Tech- und Softwarebereich. Das Wissen um die Einstellung und das Verhalten der Early Adopter nützt zum Beispiel auch Herstellern von Verbrauchsartikeln, Einzelhändlern und Versicherern bei der richtigen Ansprache und der Nutzung geeigneter Kanäle.

Die vollständige Studie zum Thema „First in line: Early technology adopters around the globe“ (in englischer Sprache) kann kostenfrei unter der Angabe von Kontaktdaten hier heruntergeladen werden.

Mehr zum Thema: Während sich die EU müht, Google im Internet einzuhegen, drängt der Konzern längst weit darüber hinaus.

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