Britischer Mobilfunkmarkt Deutsche Telekom verhandelt mit British Telecom über EE

Die Deutsche Telekom und ihr französischer Joint-Venture Partner Orange führen derzeit Gespräche über einen Verkauf des Gemeinschaftsprojekts EE an die British Telecom. EE ist größte Mobilfunkanbieter Großbritanniens.

Ein T-Mobile Shop in London. EE entstand 2010 durch die Fusion von T-Mobile UK und Orange UK, den Mobilfunkaktivitäten der Deutschen Telekom und France Télécom. Quelle: AP

MünchenDie Deutsche Telekom prüft erneut verschiedene Optionen für ihren britischen Mobilfunkableger EE. Die Telekom und ihr Joint-Venture-Partner Orange führten darüber Gespräche mit British Telecom (BT), teilte der Bonner Konzern am Mittwoch mit. Diese befänden sich in einem frühen Stadium und es sei nicht sicher, dass es zu einer Transaktion kommen werde. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zu Wochenbeginn erfahren, dass es bei den Gesprächen auch um einen Verkauf des nach Kundenzahl größten Mobilfunkanbieters in Großbritannien geht. Analysten veranschlagen den Preis für EE auf 12,6 Milliarden Euro. EE, ein Gemeinschaftsunternehmen der Telekom und der französischen Orange, erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 8,2 Milliarden Euro (6,5 Milliarden Pfund) sowie einen Betriebsgewinn (Ebitda) von zwei Milliarden Euro. Anfang des Jahres hatten die beiden Eigner einen Börsengang von EE auf Eis gelegt.

Der eigentümliche Name EE leitet sich von "everything everywhere" ab, wird in der Langversion vom Unternehmen allerdings nicht mehr verwendet. Immer wieder wurde in der Vergangenheit über eine Börsennotierung oder einen Verkauf der gemeinsamen Tochter spekuliert. Diese wurde 2010 gegründet mit dem Ziel, Ressourcen zu bündeln und den neuen Mobilfunkstandard LTE sowie Glasfaser-Breitband anzubieten.

Wo das Internet am schnellsten ist
Platz 10: FinnlandInternetnutzer in Finnland surfen mit durchschnittlich 7,1 Megabits pro Sekunde. Damit landet Finnland auf Platz 10 der Rangliste des IT-Unternehmens Akamai, das sich darauf spezialisiert hat, Web-Inhalte zu beschleunigen. Zum Vergleich in Deutschland sind Surfer im Schnitt mit sechs Megabits pro Sekunde unterwegs. Quelle: dapd
Platz 9: SchwedenIm Nachbarland Schweden surfen die Internetnutzer laut Akamai ein wenig schneller als ihre finnischen Nachbarn. Mit 7,3 Megabits in der Sekunde belegt Schweden den neunten Platz. Quelle: dpa
Platz 8: USADie Heimat von Microsoft, Apple und Google ist zwar in den Top 10 der Länder mit der schnellsten Internetverbindung vertreten – allerdings mit dem achten Platz relativ weit hinten. 7,4 Megabits pro Sekunde beträgt hier die Durchschnittsgeschwindigkeit im Internet. Quelle: dpa
Platz 7: TschechienTschechien ist auf dem siebten Platz vertreten. Mit  0,7 Megabits in der Sekunde hat unser Nachbarland die Internet-Macht USA deutlich überholt – und bietet seinen Nutzern damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,1 Megabits pro Sekunde. Quelle: dpa
Platz 6: NiederlandeUnsere niederländischen Nachbarn haben es beim Internetsurfen noch etwas komfortabler: 8,6 Megabits pro Sekunde beträgt die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit. Quelle: dpa
Platz 5: SchweizDen Schweizern wird ja gerne unterstellt, dass sie es eher gemütlich angehen lassen. Doch im Internet sind unsere Nachbarn schnell unterwegs. Mit durchschnittlich 8,7 Megabits pro Sekunde landet das Alpenland auf Platz 5 der Akamai-Rangliste. Quelle: dpa
Platz 4: LettlandEine Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,9 Megabits in der Sekunde bietet Lettland seinen Internetsurfern. Damit belegt das baltische Land den vierten Platz. Quelle: dpa
Platz 3: HongkongChina selbst ist zwar nicht unter den Top 10 der Länder mit dem schnellsten Web-Zugang vertreten – aber seine Sonderverwaltungszone Hongkong. Diese ist sogar mit ihren durchschnittlich 9,3 Megabits in der Sekunde ganz vorne dabei auf dem dritten Platz. Quelle: AP
Platz 2: JapanWährend sich die Unterschiede zwischen den Plätzen 10 bis 3 eher klein sind, heben sich die beiden vorne platzierten Länder jeweils deutlich von den hinteren Rängen ab. 1,5 Megabits pro Sekunde schneller als in Hongkong surfen User in Japan: Im Mutterland von Sony und Toshiba beträgt die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit 10,8 Megabits in der Sekunde. Quelle: dpa
Platz 1: SüdkoreaDie Top 3 zeigen, dass Asien die USA und Europa deutlich auf der Datenautobahn abhängt. Mit satten 14 Megabits in der Sekunde sind User nirgends auf der Welt so schnell im Internet unterwegs wie in Südkorea. Damit liegt die Samsung-Heimat im Akamai-Ranking mit größtem Abstand vorne. Ganze 3,2 Megabits pro Sekunde sind Surfer in Südkorea schneller als in Japan, 4,7 Megabits schneller als in Hongkong – und ganze acht Megabits schneller als in Deutschland. Quelle: dpa

Der britische Telekomriese BT drängt zurück ins Mobilfunkgeschäft für Privatkunden und hat nach eigener Auskunft zwei heimische Anbieter im Visier. Der Konzern bestätigte aber bisher lediglich Übernahmegespräche mit der spanischen Telefonica über deren britisches O2-Geschäft, das auf 11,4 Milliarden Euro taxiert wird. BTs Expansion ins MobilfunkgDas Unternehmen entstand am 1. Juli 2010 durch die Fusion von T-Mobile UK und Orange UK, den Mobilfunkaktivitäten der Deutschen Telekom und France Télécom.Das Unternehmen entstand am 1. Juli 2010 durch die Fusion von T-Mobile UK und Orange UK, den Mobilfunkaktivitäten der Deutschen Telekom und France Télécom.eschäft könnte der Anstoß für eine Konsolidierung des britischen Telekommarktes sein, auf dem sich vier Netzbetreiber und vier große Breitbandanbieter tummeln. Reine Mobilfunkfirmen dürften es künftig dort schwerer haben, denn der Trend geht zu Paketangeboten von Festnetz- und Mobilfunkdiensten.

Der europäische Telekommunikationsmarkt ist stark in Bewegung. So entstand durch die Anfang Oktober abgeschlossene Fusion von Telefonica Deutschland und der KPN -Tochter E-Plus ein Mobilfunkriese, der gemessen an der Kundenzahl an den Platzhirschen Telekom und Vodafone vorbeizog. Ferner erwägt die niederländische KPN einen Verkauf ihrer Beteiligung an Telefonica Deutschland. Der britische Rivale Vodafone signalisierte die Bereitschaft zur Veräußerung von Konzernanteilen außerhalb des Kerngeschäfts, unter anderem in Ungarn und Tschechien. Die Deutsche Telekom wiederum versucht seit längerem, ihre US-Mobilfunktochter zu verkaufen. Doch sprangen dem Bonner Konzern in drei Jahren bereits drei Kaufinteressenten ab.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%