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Coca Cola, Union Investment, Bilfinger Die Quartalszahlen des Tages

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Renault, Nestle, Aegon, Credit Agricole, Schneider, Credit Suisse

Turbulentes Jahr bei Renault – Weniger Gewinn und Umsatz
Ein Einbruch bei Diesel-Verkäufen, Wechselkursbelastungen und der Rückzug aus dem Iran haben dem französischen Autobauer Renault das Jahr 2018 verdorben. Auch für 2019 ist der Konzern alles andere als zuversichtlich und setzte sich ein niedrigeres Gewinnziel. Im vergangenen Jahr fiel der Umsatz um 2,3 Prozent auf 57,42 Milliarden Euro, das operative Ergebnis gab um 6,3 Prozent auf 3,61 Milliarden Euro nach, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit etwas mehr Umsatz und weniger operativem Gewinn gerechnet. Als operative Marge gab Renault für 2019 nun eine Marke von „um die sechs Prozent“ aus, nachdem der Autobauer im vergangenen Jahr noch 6,3 Prozent erreicht hatte.

„2018 war ganz klar eine schwieriges Jahr, in dem wir mit erwarteten und unerwarteten Schwierigkeiten konfrontiert wurden“, sagte Thierry Bollore, der Ende Januar den Chefposten bei dem Autokonzern übernommen hat. Bollores Vorgänger Carlos Ghosn sitzt in Japan seit November im Gefängnis. Ihm wird finanzielles Fehlverhalten beim Renault-Partner Nissan vorgeworfen. Auch soll er sein Einkommen nicht vorschriftsgemäß vollständig publik gemacht haben. Ghosn bestreitet die Vorwürfe. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Credit Agricole steigert Gewinn um mehr als das Doppelte
Die französische Bank hat im vierten Quartal ihren Gewinn mehr als verdoppelt. Der Überschuss kletterte auf eine Milliarde Euro von zuvor 387 Millionen Euro, wie das Finanzinstitut bekanntgab. Im Vorjahreszeitraum hatten negative Steuereffekte belastet. Mit dem Gewinn von Oktober bis Dezember lag das Geldhaus deutlich über den Erwartungen von Analysten und erreichte seine Ergebnisziele für 2019 bereits ein Jahr früher. Die Einnahmen im vierten Quartal legten um rund vier Prozent auf 4,85 Milliarden Euro zu.

Versicherer Aegon verdient weniger
Der niederländische Versicherer hat im Zeitraum Juni bis Dezember 2018 weniger verdient. Der Vorsteuergewinn sank um 8,1 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro. Konzernchef Alex Wynaendts begründete die Einbußen unter anderem mit einem Marktrückgang gegen Ende des Jahres.

Nestle kehrt auf Wachstumskurs zurück – Dividende steigt
Nestle ist im vergangenen Jahr dank einer kräftigen Nachfrage in Schwellenländern auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern verbuchte nach Angaben von Donnerstag ein organisches Umsatzwachstum von drei Prozent nach 2,4 Prozent im Jahr davor. Damit erfüllte die Firma mit Marken wie Maggi und Nespresso die Erwartungen von Analysten und die eigene Prognose. Der Gewinn stieg auch dank eines Sonderertrags aus dem Verkauf des US-Süßigkeitengeschäfts um 42 Prozent auf 10,1 Milliarden Franken. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 2,45 (Vorjahr: 2,35) Franken je Aktie erhalten.
Für das laufende Jahr erwartet der Schweizer Konzern eine weitere Verbesserung des organischen Umsatzwachstums. Zudem prüft Nestle einen Verkauf des Aufschnitt- und Fleischwarengeschäfts der Konzernmarke Herta mit einem Jahresumsatz von 680 Millionen Franken.

Schneider rechnet mit abgeschwächtem Wachstum
Der französische Industriekonzern erwartet 2019 ein geringeres Wachstum als im Vorjahr. Der Vorstand peilt ein organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent an sowie eine Steigerung des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebita) um vier bis sieben Prozent. 2018 verbuchte der Konzern bei einem Umsatzplus von 6,6 Prozent auf 25,72 Milliarden Euro ein bereinigtes Ebita von 3,87 (Vorjahr: 3,651) Milliarden Euro.

Credit Suisse schafft nach drei Verlustjahren Milliarden-Gewinn
Credit Suisse hat 2018 nach drei Verlustjahren in Folge wieder Gewinn gemacht. Unter dem Strich verdiente die zweitgrößte Schweizer Bank 2,1 Milliarden Franken, wie Credit Suisse am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Gewinn von 1,97 Milliarden Franken gerechnet. Die wichtigsten Ergebnis-Stützen waren der Heimmarkt Schweiz sowie das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft. Sorgenkind bleibt der Wertpapier-Handel. Im vierten Quartal verbuchte die Sparte mit einem Verlust von 193 Millionen Franken zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen.

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