Cybersicherheit Ausländische Anbieter machen der Telekom Konkurrenz

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Die Nachfrage nach Abwehrlösungen gegen Cyberkriminelle war noch nie so hoch. Nun drängen auch ausländische Konzerne wie HP oder NTT auf den deutschen Markt - und machen der Telekom Konkurrenz.

Neben der Deutschen Telekom setzen nun auch IT-Konzerne aus dem Ausland auf Cyberabwehr in Deutschland Quelle: dpa

Die Deutsche Telekom bekommt bei der Abwehr von Cyberangriffen starke Konkurrenz aus dem Ausland. IT-Konzerne wie Hewlett-Packard, aber auch andere Telekom-Konzerne wie die japanische NTT drängen mit eigenen Cyber Defense Centern nach Deutschland.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, wird Hewlett-Packard zusätzlich zu seinen weltweit acht IT-Sicherheitszentren im Dezember in der Deutschland-Zentrale in Böblingen ein weiteres Cyber-Abwehrzentrum eröffnen, das exklusiv für deutsche Unternehmen arbeiten soll. Gleichzeitig öffnet der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus seine drei Cyber Defense Center in Ottobrunn bei München, im walisischen Newport und in der französischen Hauptstadt Paris verstärkt für deutsche Unternehmen.

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Der japanische Telekommunikationskonzern NTT betreibt bereits zwei Center in München und Frankfurt, in denen NTT nach eigenen Angaben inzwischen sogar Dax-Konzerne betreut werden. "Die Nachfrage nach unseren Cyber-Abwehrlösungen war noch nie so groß", sagte Frank Brandenburg, der für Zentraleuropa zuständige Bereichsleiter bei NTT Com Security, der WirtschaftsWoche.

Telekom stockt Spezialisten-Team auf

Auch die Deutsche Telekom stockt die Kapazitäten in ihrem erst vor einem halben Jahr eröffneten Cyber Defense Center in der Bonner Konzernzentrale auf. Das derzeit siebenköpfige Spezialisten-Team bekommt Verstärkung, neun zusätzliche Planstellen werden bis Jahresende besetzt, damit die Aufträge von anderen Unternehmen angenommen werden können.

"Das Gebot der Stunde heißt Früherkennung", sagte Thomas Tschersich, Leiter Group Security Service bei der Deutschen Telekom. Traditionelle Schutzvorkehrungen wie Firewalls und Virenschutzprogramme reichten nicht mehr aus, um Cyberangriffe abzuwehren.

In Arbeit
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik will den stark wachsenden Markt der Cyberabwehr-Dienstleister transparenter machen und besonders geeignete IT- und Telekom-Unternehmen, die Sicherdienstleistungen als Komplettservice über ihre Cyber Defense Center anbieten, mit Zertifikaten auszeichnen.

Derzeit erstellt die Behörde einen Kriterienkatalog. Dabei spielt auch die Vertrauenswürdigkeit der eingesetzten Mitarbeiter und Analyseprogramme eine wichtige Rolle. Denn die müssen mitunter tief in die internen IT-Systeme der Unternehmen hineingucken, um die zum Teil sehr geschickt getarnten Schad- und Spionageprogramme aufzuspüren.

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