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Das sichere Unternehmen 4.0 Ein strategischer Ansatz

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Sicherheit ist eine strategische Aufgabe

Strategie erfordert Planung für das Morgen, auch dann, wenn die Bedingungen und Faktoren unsicher oder noch nicht bekannt sind. Nichthandeln ist auch eine strategisch Entscheidung.

Die Aufgabe „Unternehmenssicherheit“ erfordert eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit allen aktuellen und zukünftigen (!) Risiken und Gefahren. Alles greift ineinander. Zur Beherrschung ist es ratsam, die Aufgabe in allen Projekten in gemischten Teams und mit den am Prozess Beteiligten von Beginn an zu betrachten und einer einheitlichen Lösung zuzuführen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, wenn in anderen Bereichen gleiche Anforderungen bestehen.

Sicherheit ist eine strategische Aufgabe. Wohin will das Unternehmen? Die Antwort auf diese Frage bestimmt die Komplexität der Sicherheitsstrategie, die parallel zu aller anderen Planung gleichberechtigt geführt wird. Im Fokus: Sicherstellen, dass die unternehmerischen und kundenbezogenen Ziele erreicht werden. Sicherheit ist ein Kundenanliegen!


Das Herzstück der Sicherheitsplanung, das Tool, ist der Defense Plan. Darin werden die Risiken, die Ist- und Soll-Defense-Maßnahmen geführt, einschließlich des geplanten und genehmigten Budgets. Vergleichen wir den Defense Plan mit einem Cockpit. Die ständige Aktualität gibt Auskunft über die Zielerreichung der Unternehmenssicherheit mit dem Anspruch 4.0. Eine ausführliche Dokumentation ergänzt die Planung und gibt dem sachverständigen Dritten (Kunde, Auditor) in angemessener Zeit eine Übersicht über den Sicherheitsstand des Unternehmens. Zudem unterstützt sie die Anforderungen des Unternehmens an eine gerichtsfeste Organisation. Aus diesem Grunde sind sehr gute Rechtskenntnisse und eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung „Recht“ eine Voraussetzung für den Erfolg.

Sicherheit ist Chefsache. Dazu sind die Vorstände rechtlich und vertraglich verpflichtet. Sie haften mit ihrem Privatvermögen für Schäden, die sich aus unterlassenen Handlungen ergeben. Aus diesem Grunde berichtet Unternehmenssicherheit direkt an den Vorstand. Das mag (noch) ungewöhnlich sein, entspricht jedoch heute bereits rechtlich zwingenden Anforderungen, z. B. im Arbeits-, Gesundheits- und Unfallschutz.

Forum IT-Sicherheit

Sicherheit und der Faktor Mensch

Sind die Mitarbeiter einer Sicherheitsabteilung überhaupt in der Lage, die Sicherheit eines Unternehmens zu gewährleisten? Es wird zwar allenthalben behauptet, aber stimmt das auch? Wie können die im Unternehmen befindlichen Menschen insgesamt dabei einbezogen werden? Welche Vorteile hätte ein solcher Ansatz?
Beginnen wir mit dem Schluss. Die Sicherheit und der Schutz der Menschen geht alle an, gleich welchen Personengruppen sie angehören. Also die Beschäftigten, Fremdarbeiter, Gäste, Kunden usw. Wer „drin“ oder für das Unternehmen irgendwie und irgendwo tätig ist, hat sowohl einen Anspruch auf Sicherheit als auch zugleich die Verpflichtung zur Beachtung der Sicherheitsregeln. Kurzum, wer in den Wertschöpfungsketten tätig ist, muss in den Sicherheitsprozess eingebunden werden.

Verbrechen 4.0 - das ist möglich


Was liegt also näher, alle Menschen aktiv in die Sicherheitsbemühungen einzubeziehen. Das erfordert Information und Klärung von Verantwortung.

Es bietet sich an, die Prozesse mit den Beteiligten vor Ort zu diskutieren, auf die Hinweise und Anregungen zu hören und im Zusammenhang mit der Erarbeitung die Verantwortlichkeiten zu klären. Diese Delegation von Verantwortung führt im Ergebnis zu Vereinbarungen, die auf der unteren Ebene die Einhaltung der Prozesse garantieren. Zusätzlich entscheiden die Verantwortlichen „vor Ort“ auch über die Vergabe von Rechten (Zugang) und den ständig erforderlichen Änderungsdienst (dynamischer Vorgang). Das hat sich in der Praxis bewährt und als Garant für das Gelingen herausgestellt. Nur so kann der Sicherheitsanspruch gelingen. Safety & Security verhalten sich wie Zwillinge, die getrennt agieren, aber eng miteinander verbunden sind. Gemeinsam erreichen sie die angestrebten Synergien.

Der Umgang mit den Menschen, die Förderung ihrer Vielfalt (Diversity), die Akzeptanz von Andersartigkeit und eine erkennbare hohe Wertschätzung (Einheitspreise für alle Menschen im Betriebsrestaurant, gepflegte sanitäre Anlagen für die Hygiene …) fördern den Anreiz für gesittetes Verhalten. Wer sich im Betrieb wohlfühlt, verhält sich achtsam. Das Unternehmen wird davon profitieren.

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