Debatte um Apples Steuertricks "Totaler politischer Mist", sagt Tim Cook

Apple bezahlt in Irland kaum Steuern auf seine Milliardengewinne. Die jahrelange Debatte darüber ärgert den CEO Tim Cook sichtlich.

Apple-CEO Tim Cook ärgert sich immer noch über die Debatte, dass sein Unternehmen zu wenig Steuern zahle. Das sei

Apple-Chef Tim Cook ist immer noch sauer. Eigentlich ist es es schon über zweieinhalb Jahre her, dass der CEO des wertvollsten Unternehmens der Welt vor einen Untersuchungsausschuss des US-Senats geladen wurde. Die Politiker rechneten ihm damals vor, dass Apple über viele Jahre Milliardengewinne mit Offshore-Konstruktion in Irland mit weniger als 0,1 Prozent versteuert habe.

Als ihn der Moderator der amerikanischen Fernsehsendung "60 Minutes" jetzt darauf ansprach, platzte Cook der Kragen: "Total political crap", tobte er. Totaler politischer Mist also. Für diese Behauptungen gebe es keinerlei Beweise. "Apple zahlt jeden Dollar Steuern, den wir dem Staat schulden", sagte Cook. "Wir zahlen mehr Steuern in diesem Land als jeder andere."

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Apple erwirtschaftet zwei Drittel seines Profits außerhalb der USA, einen Großteil in Europa, wo das Unternehmen wie viele US-Konzerne die speziellen Vorzüge des irischen Steuersystems nutzt. Legal ist das allemal, trotzdem war 2013 eine Debatte in den USA um diese Methode entbrannt.

Cook entgegnet seinen Kritikern, dass er die im Ausland angehäuften Milliarden gerne in die USA holen würde, um sie da zu investieren, aber die Steuern zu hoch seien. "Die Steuergesetze sind für ein Industriezeitalter gemacht, nicht für die digitale Welt", sagte Cook. "Sie sind rückwärtsgewandt. Das ist schlimm für Amerika." Es sei Zeit, die Gesetze endlich zu reformieren.

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