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Design und Hardware Apple erneuert MacBook Air und iPad Pro

Apple erneuert iPad Pro und Mac-Book Air Quelle: REUTERS

Zuletzt schien Apple Käufer von Laptops in der Preisklasse um 1000 Euro zu vernachlässigen. Jetzt gibt es eine neue Version des günstigsten MacBook Air. Mit den deutlichen Verbesserungen wird es aber auch teurer.

Apple hat sein in die Jahre gekommenes Einstiegs-Laptop MacBook Air grunderneuert. Die neue Version des populären Notebooks bekam einen drastisch verbesserten Bildschirm mit höherer Auflösung sowie einen Fingerabdruck-Scanner, der bisher teureren Pro-Modellen vorbehalten war. Zugleich steigt der Startpreis in Europa von 1099 auf 1349 Euro. Als weitere Neuheit stellte Apple eine neue Version seines auf Profi-Nutzer ausgerichteten Tablet-Computers iPad Pro, bei der der Bildschirm fast die gesamte Frontseite ausfüllt.

Das Gehäuse des neuen Air-Modells wird erstmals komplett aus recyceltem Aluminium hergestellt. Damit untermauert Apple seinen Anspruch, möglichst umweltfreundlich zu sein.

Als Apple-Gründer Steve Jobs vor gut einem Jahrzehnt das erste MacBook Air publikumswirksam aus einem Papierumschlag zog, war es ein revolutionäres Design, das die Richtung für den Laptop-Markt vorgab. Zuletzt wirkte das Air in Apples Produktpalette aber wie ein Relikt aus einer anderen Ära, weil viele Hardware-Komponenten veraltet waren.

Das sind die neuen Apple iPhones
Der Geschäftsführer von Apple, Tim Cook, präsentiert im Steve-Jobs-Theater die neuen Apple-Produkte. Seit Jahren aktualisiert Apple im September rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft das iPhone - das wichtigste Produkt des Konzerns. Quelle: dpa
Apple ist es gelungen, seine Computer-Uhr zu einem EKG-Messgerät zu machen. Ein Nutzer könne ein Elektrokardiogramm erstellen, indem er den Finger für eine halbe Minute an die Krone an der Gehäuse-Seite halte, erklärte Apple-Manager Jeff Williams am Mittwoch. Die Funktion sei von der US-Gesundheitsaufsicht FDA freigegeben worden, die für die Zulassung medizinischer Geräte zuständig ist. Apple ist der erste Anbieter, der einen EKG-Sensor in einer Computer-Uhr unterbringen konnte. Quelle: REUTERS
Bei dem neuen Modell der Apple Watch machte der Konzern zudem den Display etwas größer und das Gehäuse dünner. Die Apple Watch führt seit dem Start 2015 den Smartwatch-Markt an und hat nach Angaben des Unternehmens auch klassische Uhrenmarken überholt. Quelle: AP
Bei den teureren Modellen gibt es das erneuerte iPhone Xs und die größere Version Xs Max mit einem 6,5-Zoll-Display. Das Gehäuse ist damit in etwa so groß wie bei den bisherigen Plus-Modellen - bei deutlich ausgeweitetem Bildschirm. Quelle: REUTERS
Apple verzichtet bei seinen neuen iPhones komplett auf den traditionellen Home-Button, der einst die Smartphone-Bedienung prägte. Auch das am Mittwoch vorgestellte günstigere Modell iPhone Xr bekam das Design des teuren iPhone X aus dem vergangenen Jahr mit einem Bildschirm, der praktisch die gesamte Frontseite ausfüllt. Damit blieb kein Platz mehr für den Knopf mit einem Fingerabdruck-Sensor. Stattdessen wechselte Apple auch hier zur Gesichtserkennung FaceID. Quelle: AP
Der neue hauseigene „A12“-Chip im Inneren der Geräte hat mehr Rechenkerne und wird daher mit komplexeren Anwendungen auf Basis von maschinellem Lernen fertig. Als Beispiel wurde eine App demonstriert, die in Echtzeit die Bewegungen eines Basketball-Spielers analysieren und Ratschläge geben kann. Apple setzt darauf, Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz auf den Geräten selbst laufen zu lassen, während Konkurrenten wie Google dafür stärker Cloud-Dienste einbinden. Quelle: AP
Die Kameras bekommen neue Bildsensoren, was die Qualität der Aufnahmen verbessern soll. Mit den leistungsstärkeren Chips können zudem die Lichtverhältnisse genauer analysiert und die Fotos präziser darauf angepasst werden. Bei Porträtaufnahmen kann der Hintergrund nachträglich schärfer oder verschwommener gemacht werden. Quelle: REUTERS

Die Mac-Verkäufe sanken in dem Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 3,7 Millionen Geräte. Das lag auch daran, dass das MacBook Air an Attraktivität verlor. Nach Einschätzung von Analysten war das Air aber - wohl auch dank des günstigen Preises - nach wie vor der meistverkaufte Mac-Computer. Damit ist es für Apples Position im Notebook-Geschäft extrem wichtig, mit der Erneuerung des MacBook Air den Nerv der Nutzer zu treffen.

Insgesamt gibt es inzwischen weltweit 100 Millionen aktive Mac-Nutzer, wie Konzernchef Tim Cook bei dem Event in New York am Dienstag sagte.

Als weitere Neuheit stellte Apple eine komplett neu entwickelte Version des kleinen Desktop-Rechners Mac mini vor, der mehrere Jahre nicht aktualisiert wurde. Auch hier kommt der Aluminium-Teil des Gehäuses komplett aus dem Recycling, bei den Plastik-Elementen liegt der Anteil immerhin bei 60 Prozent.

Beim neuen iPad Pro ersetzt Apple - ähnlich wie bei den neuen iPhones - den Fingerabdruck-Scanner durch die Gesichtserkennung FaceID. Durch die schmaleren Ränder um den Bildschirm ist vor allem das Gehäuse der größeren iPad-Pro-Version mit 13-Zoll-Display deutlich kompakter geworden und hat jetzt in etwa die Abmessungen eines DIN-A4-Blatts. Das neue iPad bekam auch einen neuen leistungsstarken Chip auf Basis des A12-Prozessors aus den aktuellen iPhones. Das iPad sei damit schneller als 92 Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten verkauften Notebooks.

Der neue Apple-Stift zum Zeichnen auf dem iPad-Bildschirm kann magnetisch an der Kante des Geräts haften - und wird dabei auch kabellos nachgeladen. Wie bereits in Berichten von Medien und Analysten in Aussicht gestellt, wurde der vom iPhone bekannte „Lightning“-Anschluss durch USB-C wie bei den neuen MacBooks ersetzt. Damit wird man zum Beispiel auch ein iPhone aus der Batterie eines iPad Pro nachladen können.

Apple musste in den vergangenen Jahren feststellen, dass der Tablet-Markt anders funktioniert als das Smartphone-Geschäft. Die iPads sind zwar die populärsten Tablet-Computer, doch der Markt insgesamt wurde nicht so groß, wie anfangs erwartet. Nachdem Gründer Steve Jobs 2010 das erste iPad-Modell vorstellte, zogen die Verkäufe zunächst steil an, das bisher beste Quartal gab es im Weihnachtsgeschäft 2013 mit gut 26 Millionen verkauften Geräten. Allerdings stellte sich auch heraus, dass die Nutzer ihre iPads deutlich seltener ersetzen als iPhones. Zudem sehen viele mit immer größer werdenden Smartphone-Bildschirmen keinen Bedarf für ein weiteres Gerät. Zuletzt wurden im Ende Juni beendeten Quartal rund 11,5 Millionen iPads verkauft. Cook betonte zugleich, dass Apple im vergangenen Jahr mehr iPads verkauft habe als die führenden PC-Hersteller Notebooks absetzen konnten.

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