Deutsche Telekom Neustart für die erste Glasfaserkooperation mit Energieversorger

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Die Deutsche Telekom und der sächsische Versorger Eins Energie starten einen zweiten Anlauf, damit ihr erstes gemeinsames Glasfaserprojekt nicht als Investitionsruine endet.

Diese Länder haben das schnellste Internet
Breitband-Internet Quelle: dpa
Platz 25: DeutschlandDeutschland landet mit einer durchschnittlichen Downloadrate von 14,6 Mbit/s noch knapp unter den 25 Ländern mit dem schnellsten Internet. Während das Internet in den Städten ordentliche Geschwindigkeiten vorweisen kann, tropft es in vielen ländlichen Gebieten mit nicht einmal zwei Megabit aus der Leitung. In einer zweiten Statistik hat Akamai erfasst, wie viele der Anschlüsse es über die Marke von recht lahmen 4 Mbit/s schaffen – hier liegt Deutschland mit nur 89 Prozent der Anschlüsse auf Rang 33. Anmerkung: Die Datenübertragungsrate wird in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen. Ein Megabit entspricht einer Million Bit. Quelle: dpa
Platz 10: Niederlande Quelle: dpa
Platz 9: Japan Quelle: AP
Platz 8: Singapur Quelle: dpa
Platz 7: Finnland Quelle: dpa
Platz 6: Dänemark Quelle: dpa
Platz 5: Schweiz Quelle: dpa
Platz 4: Hong Kong Quelle: dpa
Platz 3: Schweden Quelle: dpa
Platz 2: Norwegen Quelle: dpa
Platz 1: Südkorea Quelle: dpa

Fünf Jahre nach Unterzeichnung einer weitreichenden Kooperation zum Bau eines superschnellen Glasfasernetzes für Chemnitz wollen die beiden Unternehmen die Verträge neu aushandeln. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen. „Es gibt Optimierungspotenzial“, bestätigt die Telekom die Gespräche, die von Johannes Pruchnow, dem neuen Vorstandsbeauftragten für Breitbandkooperationen, geführt werden. Demnach wollen die Telekom und Eins Energie ihre Kooperation auch auf die gemeinsame Vermarktung von Glasfaseranschlüssen ausdehnen. „Mit einer maximalen Marktansprache“, also intensiver Akquise, will die Telekom erreichen, dass mehr Kunden auf den Glasfaseranschluss umsteigen. Außerdem soll das „Auslastungsrisiko“, das die Telekom bisher weitgehend alleine trägt, „ausgewogener zwischen den Kooperationspartnern verteilt werden“. Die Telekom zieht damit Konsequenzen aus der bisher äußerst schwachen Nachfrage.

Der Bau des Glasfasernetzes in Chemnitz war 2012 das erste Gemeinschaftsprojekt von Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme mit einem Energieversorger. Das Projekt sollte „Modellcharakter“ für andere Großstädte in Deutschland haben. Beim Start vor fünf Jahren vereinbarten die beiden Unternehmen eine sehr arbeitsteilige Vorgehensweise. Eins Energie baut das Glasfasernetz in Chemnitz und legt die superschnellen Leitungen bis in die Keller von inzwischen 57.000 Haushalten. Die Telekom übernimmt im Gegenzug nicht nur die Verantwortung für den Betrieb des Netzes, sondern auch für die Kundenakquise. Bislang konnte die Telekom aber nur wenige Haushalte von einem Wechsel weg von dem in Chemnitz sehr starken TV-Kabelnetzbetreiber Telecolumbus überzeugen. Genaue Zahlen zu dem Kooperationsprojekt will der Konzern nicht nennen, sie liegen aber weit unter Plan, berichtet ein Insider.

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