Deutschland bleibt Baustelle Vodafone tut sich weiter schwer

Der Umsatz von Vodafone ist auch im zweiten Quartal leicht gesunken. Doch es gibt auch Lichtblicke: Der Telekomkonzern konnte die Serviceumsätze zum zweiten Mal in Folge aus eigner Kraft steigern.

Vodafone-Logo: Deutschland bleibt eine Baustelle für den britischen Telekomkonzern. Quelle: dpa

Der britische Telekomkonzern Vodafone macht dank des mobilen Internets weiter Fortschritte. Nach drei Jahren mit Rückgängen konnte das Unternehmen nun zum zweiten Mal in Folge die Serviceumsätze im Quartal aus eigener Kraft steigern. Insgesamt sank der Konzernumsatz im ersten Geschäftsquartal (Ende Juni) aber um 0,9 Prozent auf 10,11 Milliarden britische Pfund (14,29 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag im englischen Newbury mitteilte. Das lag an der starken Heimatwährung, die nach den Angaben mehr als sieben Prozentpunkte Wachstum kostete – bei Umrechnung von Auslandsumsätzen in Pfund bleibt weniger übrig.

Europa und Deutschland bleiben weiter die Baustellen von Konzernchef Vittorio Colao. Der für die Briten größte Einzelmarkt Deutschland hat mit einem Minus von 1,2 Prozent im Serviceumsatz – also ohne den Verkauf von Mobiltelefonen etwa – noch Nachholbedarf, auch wenn der Rückgang im Vergleich zum Vorquartal geringer ausfiel.

In Deutschland gelang es Vodafone nur dank der Kabel-Tochter Kabel Deutschland (KDG), den Umsatz im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2015/2016 um 1,5 Prozent auf 2,65 Milliarden Euro zu steigern. Kabel Deutschland hielt auch den Gesamtkonzern auf Wachstumskurs. Die Service-Erlöse, bei denen Subventionen für Handys herausgerechnet sind, stiegen im abgelaufenen Quartal um 0,8 Prozent und damit etwas stärker als erwartet, wie der Telekom-Anbieter am Freitag mitteilte.

In Deutschland sanken die Service-Erlöse jedoch wegen der Preiskonkurrenz um 1,2 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Doch es gibt auch einen Lichtblick: nach Milliarden-Investitionen in den Netzausbau erzielte der Deutsche-Telekom -Konkurrent die niedrigste Kundenkündigungsrate seit drei Jahren. Zudem legte Vodafone bei den Vertragskunden zu, die allgemein einen höheren Umsatz versprechen. Insgesamt konnten so die Erlösrückgänge im Mobilfunk weiter eingedämmt werden.

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Freude bereitet Vodafone die Kabel-Tochter. KDG steigerte im abgelaufenen Quartal den Umsatz um rund sieben Prozent und gewann 102.000 neue Breitbandkunden.

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