Die Geschichte von Microsoft Hassobjekt, Marktbeherrscher, Nachahmer

Vor 40 Jahren ging Microsoft an den Start: Berühmte Produkte wie Windows, Word und Internet Explorer folgten. Wir zeigen Bilder einer Erfolgsgeschichte mit wackeligem Ausblick – und einem Plätzchen für Steve Jobs.

Die Belegschaft von Microsoft im Jahr 1978 Quelle: AP
Im Jahr 1981 posieren Bill Gates (rechts) und Paul Allen. Bill Gates hat sich mittlerweile auf eine Beraterrolle im Unternehmen zurückgezogen und ist als Philanthrop tätig. Paul Allen hat ebenfalls Milliarden mit Microsoft gemacht, spendet einen Teil seines Vermögens. Er investiert aber auch etwa in Sport-Mannschaften. Ihm gehören die Seattle Seahawks (American Football) und die Portland Trail Blazers (Basketball). Quelle: dpa/picture-alliance
Bill Gates stellt Microsoft XP vor Quelle: AP
Die Packung der ersten Version des Betriebssystems Microsoft Windows. Das damals als Erweiterung zu MS-DOS veröffentlichte Programm kam erstmals 1985 auf den Markt. In den Folgejahren sollte Windows das Fundament für ein Milliardenimperium werden. Es war allerdings nicht das erste Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche – IBM und Apple hatten bereits vorher die Idee umgesetzt. (Foto: Szilveszter Farkas) Quelle: Creative Commons
Ein undatiertes Foto zeigt den jungen Bill Gates in seinem Arbeitszimmer. Zum Start von Windows 1.0 gab es weltweit lediglich sechs Millionen Personal Computer. Erst rund fünf Jahre später, im Jahr 1990, gelang dem Software-Entwickler aus Redmond ein durchschlagender Erfolg mit Windows 3.0. Quelle: picture-Alliance/dpa
Bill Gates stellt die Version 95 des Betriebssystems vor. Quelle: dpa
 Ein Finger zeigt auf die Office Apps von Microsoft: Exel (l-r), Powerpoint und Word, die auf einem iPad Air zu sehen sind. Quelle: dpa
Der Erfolg Microsofts machte Bill Gates zum Hassobjekt für ungezählte Computer-Techniker, denn an Windows und seinen Ablegern führte lange kein Weg vorbei. Gleichzeitig geriet die Bedienbarkeit immer wieder in die Kritik. Mit der nachlassenden Dominanz in vielen Marktsegment ließ die Wut auf Gates aber nach. Gates war aber auch immer wieder als visionärer Redner gefragt, der langfristige Entwicklungen der IT-Branche gut erkennen und auch vorausahnen kann. Quelle: dpa/picture-alliance
Der Erfolg Microsofts brachte sowohl in den USA als auch in Europa immer wieder das Kartellamt auf den Plan. Um die Jahrtausendwende drohte dem Unternehmen gar die Aufspaltung in eine Firma für Betriebssysteme und eine für Büro-Software, die letztlich aber nicht umgesetzt wurde. Einige Produkt-Verknüpfungen wurden allerdings als unzulässig bemängelt. So entbrannte eine Diskussion, ob Microsoft seinen Browser „Internet Explorer“ unzulässig mit Windows verknüpfte. Im Jahr 2009 untersagt die Europäische Kommission das Vorgehen. Später wurde deswegen eine Strafe in Höhe von 561 Millionen Euro wegen Nichterfüllung der Vorgaben verhängt. Quelle: dpa
Ab Herbst 2001 steigt Microsoft in den Markt für Spielkonsolen ein. Das Segment entwickelt sich zum Erfolgsbringer trotz heftigen Wettbewerbs mit Sony und Nintendo. Quelle: picture-Alliance/dpa
Die Action-Spielreihe „Halo“ ist für Microsoft ein großer Erfolg. Der Produktionsaufwand ist mit dem aufwendiger Kinofilme vergleichbar und auch die Vermarktung ähnelt sich in Teilen. Das Bild zeigt in der Mitte Schauspieler Til Schweiger bei einer Premierenfeier für „Halo 2“ im Jahr 2004. Quelle: dpa/picture-alliance
Im Jahr 2006 kündigt Bill Gates (links) seinen Rückzug als Firmenchef an und posiert aus diesem Grund unter anderem mit seinem Nachfolger Steve Ballmer (rechts). Quelle: dpa/picture-alliance
Den digitalen Musikspieler Zune brachte Microsoft im Jahr 2006 als Antwort auf den Erfolg von Apples iPod auf den Markt. Das Gerät wurde jedoch nur in den USA und Kanada verkauft, da sich kein großer Erfolg einstellte. Etwa fünf Jahre später wurde die weitere Entwicklung eingestellt. (Foto: Pooi Wang Chan) Quelle: Creative Commons
In einem wichtigen digitalen Marktsegment ist Microsoft seit Ende der 90er-Jahre in den Schatten gestellt worden. Bei Internet-Suchmaschinen kann der eigene, mittlerweile „Bing“ getaufte Dienst nicht mithalten. Google dominiert den Markt und hat auch bei Handy-Betriebssystemen die Marktführerschaft. Das Bild zeigt ein Datenzentrum des Microsoft-Kartendienstes „Bing Maps“ im Jahr 2010. (Foto: Robert Scoble) Quelle: Creative Commons
Den größten Zukauf in der Firmengeschichte stemmte Microsoft im Jahr 2011. Für 8,5 Milliarden Dollar wechselte der Internettelefonie-Anbieter Skype die Eigentümer. Quelle: dpa
Konzentrierte sich Microsoft lange darauf, auch mobile Endgeräte mit Betriebssystemen auszustatten, kam 2013 der Strategiewechsel. Für 7,2 Milliarden Dollar erwarb der Software-Konzern den finnischen Handy-Konzern Nokia. Der Markenname ist mittlerweile auf Smartphones verschwunden – stattdessen heißt es Microsoft. Quelle: REUTERS
Ebenfalls in Skandinavien ging Microsoft im Jahr 2014 einkaufen und übernahm den Mojang, Hersteller des Erfolg-Computerspiels „Minecraft“, bei dem die Spieler virtuelle Welten aus Pixelhaufen bauen. Quelle: PR
Mit der 2015 auf den Markt kommenden Version Windows 10 will Microsoft Fehler der Vergangenheit abstellen und etwa die Bedienbarkeit über verschiedene Endgeräte hinweg reibungslos gestalten. Quelle: picture-Alliance/dpa
Satya Nadella heißt der seit Februar 2014 amtierende Konzernchef. Er folgte auf Steve Ballmer und ist somit erst der dritte Vorstandschef des Unternehmens. Seine Herausforderung: Microsoft auch in der digital vernetzten Welt als relevanten Spieler erhalten. Trotz aller Rückschläge in der Firmenstrategie und Niederlagen im Wettstreit mit anderen IT- und Internet-Konzernen, ist Microsoft aber weiter sehr gewinnbringend. Im Jahr 2014 betrug der Nachsteuergewinn 22 Milliarden Dollar (20 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 86,8 Milliarden Dollar. An der Börse ist der Konzern im April 2015 etwa 330 Milliarden Dollar wert. Quelle: AP
Mit Investoren-Legende Warren Buffett (links) ist Bill Gates befreundet. Buffett hat der Stiftung des Microsoft-Gründers sogar ein Großteil seines Vermögens vermacht, damit diese das Geld für wohltätige Zwecke einsetzen kann. Buffett und Gates spielen unter anderem gerne Bridge miteinander. Das Bild zeigt die beiden im September 2010. Quelle: dpa/picture-alliance
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