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E-Commerce Die sanfte Revolution

Die Optimierung der Webseiten hilft dem Handel, seine Umsätze im Onlineshop zu steigern – durch Kunden mit Smartphone und Tablets. Denn deren Anteil wird in Zukunft noch kräftig wachsen, so die Prognose.

Frau mit Smartphone Quelle: REUTERS

Spätestens seitdem sich der Tablet-Boom auf dem gesamten PC-Markt bemerkbar macht, nehmen auch die letzten Skeptiker den Wandel zu neuen Geräten im IT-Sektor ernst. 2012 werden in Deutschland 3,2 Mio. Tablet-Computer verkauft, gut 1 Mio. mehr als 2011 und deutlich mehr als in allen Prognosen hervorgesagt. Wenn man sich überlegt, dass es ernstzunehmende Smartphones erst seit etwa fünf und Tablets erst seit etwas mehr als zwei Jahren gibt, beeindruckt die Verbreitung beider Geräteklassen um so mehr.

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Geschenkekauf per Mausklick boomtVon wegen Krise: Für den Handel läuft das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr gut an. Die Deutschen sind in Kauflaune und wollen, das haben Konsumforscher von der GfK ausgerechnet, pro Kopf im Schnitt 285 Euro für Präsente ausgeben. Laut einer Studie, die die Beratung OC&C Ende November veröffentlicht hat, kaufen immer mehr Verbraucher aber lieber stressfrei per Mausklick im Internet statt in überfüllten Kaufhäusern ein. Quelle: obs
Hochschule Rosenheim testet Shops für Elektro-GeräteElektronik-Artikel gehören zu den Produkten, die die Deutschland am liebsten online bestellen – neben Büchern, CDs und DVDs. Das hat eine aktuelle TNS-Emnit-Umfrage ergeben. Aber wo kaufen die Bundesbürger am besten ein? Das haben 25 Studenten der Hochschule Rosenheim untersucht. Anhand von 40 Kriterien wurden acht Online-Händler für Elektronik-Produkte unter die Lupe genommen. Quelle: REUTERS
Der Test und die KriterienBesonderes Augenmerk lag bei der Umfrage auf den Kriterien Optik und Gestaltung, Suche und Navigation, Preis und Angebot, Beratung, Information und Service sowie Bestellung, Bezahlung und Lieferung. Dabei konnte ein Händler maximal 5 (= sehr gut) Punkte in jeder Kategorie erhalten, woraus sich zusammenfassend der Online-Service-Index (OSI) ergibt, der in Prozent anzeigt, wie zufrieden die Kunden mit den Internetseiten sind. Für den Test bestellten die Studenten, die anonym wie normale Kunden aufgetreten sind, vier Produkte. Eine Digitalkamera, eine Kaffeemaschine, ein Navigationsgerät und einen Bluray-Player. Quelle: REUTERS
Platz 8: AlternateDer Online-Shop Alternate kommt demnach im Gesamtergebnis auf 66 Prozent. Immerhin sind die Kunden von der Optik und Gestaltung zu 74 Prozent zufrieden. Nicht ganz so gut schneidet das hessische Unternehmen, das schon seit 1997 im E-Commerce aktiv ist, in den restlichen Kategorien ab. Vor allem beim Angebot und beim Preis ist Alternate mit 62 Prozent der schlechteste Händler im Test. Quelle: Screenshot
Platz 7: CyberportIm Gesamtergebnis schneidet Cyberport mit 69 Prozent ab. Der Vorletzte konnte vor allem im Bereich Service mit 74 Prozent Zufriedenheit bei den Kunden punkten. Die Produktinformationen des Online-Händlers, der mehrheitlich der Hubert Burda Media gehört, sind verständlich, es gibt Testberichte und Kundenrezensionen zu den Waren und die Hotline ist hilfsbereit und schnell zu erreichen. Quelle: Screenshot
Platz 6: ConradDie Auswahl bei Conrad ist unschlagbar, viele kennen den Händler, der schon seit 1923 im Versandhandel tätig ist, vom Einkaufsbummel in der Stadt. Der Online-Store des Familienunternehmens hat allerdings ein kleines Manko, weswegen Conrad im Test Federn lassen muss. Insgesamt sind die Kunden zwar zu 72 Prozent zufrieden, aber was die Optik und die Gestaltung anbelangt, ist Conrad mit 65 Prozent einer der schlechtesten Händler im Test. Quelle: Screenshot
Platz 5: RedcoonMit dem Aschaffenburger Elektronik-Versender Redcoon will die Metro ihre Online-Strategie ausbauen. Erst Anfang 2011 hat das Düsseldorfer Unternehmen den Online-Händler gekauft. Doch schon die erste TV-Kampagne sorgte für Aufsehen und beschäftigte den Deutschen Werberat. Zwar sind die Sports ironisch gemeint, aber für viele Zuschauer sind ist die Art und Weise, wie die vollbusigen Testimonials Gina-Lisa Lohfink, Micaela Schäfer, Jordan Carver und Sandra Lang ihre Rolle als die „billigsten Mädchen Deutschlands“ ausfüllen, sexistisch und frauenfeindlich. Besser schneidet Redcoon bei der Untersuchung der besten Online-Shops ab. Im Gesamtergebnis sind die Kunden zu 75 Prozent zufrieden. Vor allem bei der Frage, wie schnell und einfach die Produktsuche ist, schneidet der Online-Shop mit 80 Prozent gut ab. Hinsichtlich der Preise gibt es insgesamt zwar nur geringe Unterschiede, trotzdem haben Redcoon und der Testsieger – bezogen auf den gesamten Warenkorb – die günstigsten Preise. Quelle: obs

Spätestens mit der Einführung der günstigen leistungsfähigen Tablets der Internetgiganten Google und Amazon ist die Schlacht um den Kunden auch in Deutschland entbrannt. "Die Konsumenten nutzen die Tablets vor allem zum Surfen auf der Couch und als praktischen Begleiter für unterwegs. Für den normalen Konsumenten wird das Tablet bereits als der neue PC gesehen und macht den Verkäufern von günstigen Notebooks und Netbooks kräftig Konkurrenz" , berichtet Wiljo Krechting, E-Commerce-Experte der Shopware AG im westfälischen Schöppingen. "Durch die rasante Verbreitung der Tablets steigen die Zugriffszahlen auf alle Arten von Webseiten — auch und insbesondere auf Online-Shops", so Krechting.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

Wer als Händler online verkauft und dieses Thema ignoriert, begeht einen schweren Fehler. Denn die Nutzer kommen so oder so per Tablet und Smartphone auf die Seite. Wenn dann die Seiten nicht optimiert sind, präsentiert sich dem Kunden ein schlecht zu bedienender oder schlicht kaputter Shop - mit entsprechend schlechter Conversion Rate. Wer als Shopbetreiber an dieser Stelle schläft, riskiert, dass die Besucher auf entsprechend optimierte Shops ausweichen.

Im ersten Schritt ist somit mindestens die Wiederherstellung der Conversion Rate auf das normale Shopniveau das Ziel. Der durchschnittliche Warenkorbwert pro Kunde ist aber in der Regel höher als im normalen Shop. Das ist vor allem durch den entspannteren Nutzungskontext zu Hause auf der Couch zu erklären. Das heißt, eine Optimierung des eigenen Shops ist nicht nur Pflicht, sondern bietet auch die Chance, die eigenen Umsätze positiv zu entwickeln.

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