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Einstige Achillesferse des Unternehmens Facebook wächst - dank Smartphone-Werbung

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Bei den Aktionären kommt trotzdem keine Freude auf

So sieht der neue Facebook-Newsfeed aus
Mark Zuckerberg Quelle: rtr
Das neue Design ist stark an die aktuellen Apps für Smartphones und Tablets angelehnt, künftig soll Facebook auf allen möglichen Geräten gleich aussehen. Quelle: Presse
Das Unternehmen startet eine Art Kampagne, mit der Nutzern die Änderungen erklärt werden. Quelle: Screenshot
Klarere Formen: Die neue Gestaltung setzt ähnlich wie der abgeschlagene Konkurrent myspace auf großflächige Bilder. Die Nutzer bekommen auch mehr Möglichkeiten, die Informationen zu filtern. Man kann sich zum Beispiel mit wenigen Handgriffen alle Nachrichten aller Bekannten anzeigen lassen, oder nur die von besonders engen Freunden, oder auch nur Neuigkeiten zu bestimmten Themen wie Musik, Spiele, Sport oder Kino. Quelle: Presse
Diese persönlichen Einstellungen sollen sich, heißt es laut Gründer Zuckerberg, besonders leicht an der Seite der Nachrichtenanzeige einstellen lassen. Quelle: Presse
Bei der Vorstellung trug Zuckerberg auch das alte Credo vor: Er wolle die Welt offener gestalten und die Menschen verbinden. Ähnlich großspurig kündigte er an, Facebook werde durch die Änderungen, „d ie beste personalisierte Zeitung der Welt". Quelle: AP/dpa
Ende Januar hatte Zuckerberg die „graph search“ vorgestellt. Ausgehend von einem Ort sollen so Freunde gefunden werden. Quelle: AP/dpa

Obwohl Zuckerberg und sein Team es geschafft haben, ihre wichtigste Umsatzquelle – die Werbeeinnahmen – sicher ins mobile Zeitalter zu transferieren, kommt bei ihren Aktionären keine rechte Freude auf. Vor allem jenen, die sich beim Börsengang im Mai 2012 eingedeckt hatten.

Trotz der Erfolge liegt der Aktienkurs noch immer 40 Prozent unter dem der Börseneinführung. Trotz des Rutsches ist die Aktie des sozialen Netzwerks immer noch sehr teuer. Der aktuelle Börsenwert beträgt etwa das 13fache des Jahresumsatzes 2012. Bei Google hingegen ist es nur das fünfeinhalbfache.

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    Facebooks größte Aktionäre

    Das wäre nicht so problematisch, zumal Facebook bei Umsatz, Gewinn und sogar Mitgliederzahlen zulegt. Doch der ganz große Wachstumsturbo ist nicht in Sicht. Mehr noch: Facebook muss immer mehr in Forschung, Entwicklung, Marketing und Personal investieren, um das Potential seines Netzwerkes zu heben. Die Margen sind von 54 Prozent im ersten Quartal 2011 auf 39 Prozent gesunken. Zusätzliche Kosten durch Mitarbeiteraktien eingerechnet, liegen sie sogar bei nur noch 26 Prozent.

    Der Umsatz pro Mitglied betrug im vergangenen Quartal gerade mal 1,35 Dollar, etwa 14 Cent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Schnitt wird vor allem durch Asien gedrückt. Dort wächst Facebook zwar am stärksten bei den Mitgliederzahlen, obwohl dem sozialen Netzwerk der chinesische Markt versperrt ist. Doch auf die Nutzer aus Asien entfallen nur 64 Cent, während es in Nordamerika 3,50 Dollar und in Europa 1,60 Dollar sind. Aufs Jahr gerechnet setzt die stolze 1,1 Milliarden Mitgliederschar von Facebook – rechnerisch immerhin jeder sechste Erdenbürger – pro Kopf nur zwischen 7 bis 8 Dollar um. Davon wiederum bleiben nur etwa 2 bis 3 Dollar pro Kopf als Gewinn übrig.

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