Elektronikkonzern LG besorgt sich frisches Geld von Aktionären

Knapp 700 Millionen Euro will LG Electronics mit der Ausgabe neuer Aktien einnehmen. Zuvor hatten Gerüchte über einen Aktienverkauf den Kurs gedrückt. Vor allem die Handy-Sparte macht den Koreanern Probleme.

LG-Logo am Konzernsitz in Seoul Quelle: Reuters

SeoulDie Ausgabe neuer Aktien im Umfang von umgerechnet knapp 700 Millionen Euro soll dem schwächelnden südkoreanischen Elektronikkonzern LG Electronics wieder auf die Beine helfen. Der weltweit zweitgrößte Fernseh- und drittgrößte Handy-Anbieter teilte am Donnerstag mit, die neuen Mittel sollten unter anderem in Forschung und Entwicklung von Smartphones gesteckt werden.

Die neuen Anteilsscheine sollen den Aktionären mit einem Abschlag von rund neun Prozent auf den Schlusskurs von Donnerstag angeboten werden. Gerüchte über einen Aktienverkauf hatten den Kurs im Tagesverlauf um 14 Prozent gedrückt - seit mehr als drei Jahren der größte Verlust an einem Handelstag. In diesem Jahr ist der Börsenwert bereits um 40 Prozent eingebrochen.

LGs Handysparte hat zuletzt das sechste Quartal in Folge einen Verlust verbucht. Den Südkoreanern macht vor allem der harte Wettbewerb mit Handy-Konkurrenten wie Apple, Nokia und Samsung Electronics zu schaffen. Auch das Geschäft mit Flachbildschirmen hinkt wegen einer branchenweiten Flaute hinterher.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%