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Facebook Der ewige Ärger mit der Werbung

Werbung bei Facebook nervt nur die User - den Unternehmen bringt sie wenig. Das hat sich die Opel-Mutter General Motors gedacht und verzichtet künftig auf Werbung bei dem sozialen Netzwerk.

Der Aufstieg von Facebook
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Schlechte Nachrichten für Facebook kurz vor dem Börsengang: Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" plant der Opel-Mutterkonzern General Motors, keine Werbung mehr auf dem sozialen Netzwerk zu schalten. Die Marketing-Verantwortlichen des Autobauers seien zu dem Schluss gekommen, dass die Anzeigen die Kunden kaum erreichten, schrieb die Zeitung. Von General Motors war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Für Facebook käme ein solcher Werbestopp zur denkbar schlechtesten Zeit.

Die Gewinner des Facebook-Börsengangs
Peter Thiel ist bekannt für seine verrückten Investmentideen. Quelle: REUTERS
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Quelle: dapd
Dustin Moskovitz Quelle: dapd
Facebook-Managerin Sheryl Sandberg Quelle: REUTERS
Napster-Gründer Sean Parker Quelle: AP
Internet-Invester Yuri Milner Quelle:
Accel Partners & James BreyerZusammen mit der Investmentfirma Accel Partners war James Breyer (r.) einer der ersten Geldgeber Facebooks: 12,7 Millionen Dollar investierten die Partner 2005 in das soziale Netzwerk. Mit 201,34 Millionen Aktien hat sich dieses Investment auf jeden Fall gelohnt. Zum Börsengang planen die Geldgeber jetzt 38,2 Millionen Aktien davon zu verkaufen – und würden damit 1,34 Milliarden Dollar einstreichen. Quelle: dapd

Werbung ist die Haupteinnahmequelle von Facebook, allerdings beachten die User die Werbung kaum: Im Durchschnitt sind auf Internetseiten 0,1 Prozent der Klicks Werbeklicks. Bei Google sind es 0,4 Prozent und bei Facebook nur 0,051 Prozent. General Motors, einer der größten Werbetreibenden in den Vereinigten Staaten, reichte das nicht. Ein solcher Schritt könnte möglicherweise Signalwirkung haben. GM überprüfe gerade seine Werbung auf Facebook, sagte Marketingchef Joel Ewanick der Zeitung. Den Werbestopp bestätigte er indes nicht.

Das weltgrößte Werbekonglomerat, WPP, hat dagegen entschieden seine Werbeausgaben bei Facebook zu verdoppeln. Allerdings sagt WPP-Chef Martin Sorrell auch, dass das Werbebudget bei Facebook vor allem deshalb steige, weil seine Kunden – die Marketingchefs von Konzernen – sich unter Druck fühlten. Sie glaubten, auf Facebook vertreten sein zu müssen. Erst recht, seit die Wall Street dem Börsengang entgegenfiebert. Dabei sei noch zu wenig bekannt darüber, wie Kaufentscheidungen in sozialen Netzwerken ablaufen und ob diese von Werbung beeinflusst werden können. Dagegen gilt es als bewiesen, dass eine Google-Kampagne den Absatz von Produkten tatsächlich ankurbelt. Die unternehmenseigenen Facebook-Seiten sind dagegen für die Kommunikation äußerst nützlich. Unabhängig von klassischen Anzeigen betreibt auch GM eine eigene Facebook-Website. Deren Inhalte seien „effektiv und wichtig“, sagte Ewanick.

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