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Facebook-Kurssturz Zuckerberg verliert fast 16 Milliarden Dollar

Zuckerberg verliert fast 16 Milliarden Dollar Quelle: REUTERS

Die schlechten Facebook-Geschäftszahlen sind wie eine Bombe im Markt eingeschlagen: Anleger sind verschreckt, auch andere Tech-Aktien leiden. Und Konzernchef Marc Zuckerberg verliert Milliarden.

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Durch die Massenflucht der Facebook-Anleger schmilzt das Vermögen von Konzernchef Mark Zuckerberg um fast 16 Milliarden Dollar. Die Aktien des von ihm gegründeten Internet-Netzwerkes stürzten am Donnerstag in der Spitze um 19,6 Prozent auf 174,78 Dollar ab. Sollten sie mit diesem Minus schließen, wäre das die größte Kapitalvernichtung in der US-Börsengeschichte an einem einzigen Handelstag. Dann hätten sich rund 124 Milliarden Dollar in Luft aufgelöst. Das entspricht fast dem Vierfachen der gesamten Marktkapitalisierung von Twitter.

Der Facebook-Konzern, der zuletzt wegen Datenskandalen in den Schlagzeilen war, hatte die Anleger mit seinem Geschäftsbericht und dem Ausblick schockiert. Die Aktien von Facebook stürzten um 19,6 Prozent ab. Hoffnung auf Besserung machte das Management nicht. Das Ausmaß der Kursverluste erwischt viele Anleger auf dem falschen Fuß. Auch die Papiere der anderen großen US-Technologie-Konzerne wie Apple, der Google-Mutter Alphabet, Netflix und Amazon standen etwas unter Druck und büßten je etwa ein Prozent ein.

Mindestens 16 Brokerhäuser senkten wegen der Facebook-Quartalszahlen ihre Kursziele. Sie wiesen darauf hin, dass unter anderem die bessere Beachtung der Privatsphäre der Nutzer Kosten mit sich bringen würde. Dies könne die Gewinnmargen von Facebook für mehr als zwei Jahre belasten.

Die Zahlen seien wie eine Bombe im Markt eingeschlagen, erklärten die Analysten vom US-Vermögensverwalter Baird. Die Probleme von Facebook seien nicht leicht zu lösen, konstatierten andere Experten. Entweder zeige das Unternehmen die neue Realität seines Geschäfts oder es handele sich um einen "sehr öffentlichen Akt der Selbstverbrennung zur Vermeidung weiteren regulatorischen Drucks", erklärten die Experten des Analysehauses MoffettNathanson.

Einige sahen aber auch einen Silberstreifen am Horizont. "Die Bären gewinnen das Quartal", betonte Jefferies-Analyst Brent Thill. "Aber nicht den Krieg." Im Börsenjargon werden die Pessimisten "Bären" genannt.

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