WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Fake News, Virtual Reality, Stories Facebook geht in die Offensive

Seite 2/2

Facebook gegen Snapchat


Zuckerberg beäugt den Nachwuchs kritisch – und reagiert mit Nachahmung: Seinen Fotodienst Instagram ließ der Facebook-Chef mit dem „Stories-Feature“ ausrüsten. Nun soll die Erweiterung auch auf Facebook folgen und Foto- und Videoschnipsel im oberen Bereich der mobilen App anzeigen, wie der „Business Insider“ berichtet. Die Testversion läuft gerade in Irland und soll nun nach und nach überall auf der Welt zugänglich gemacht werden. Keine gute Nachricht für Snapchat, so kurz vor dem geplanten Börsengang.

Doch Zuckerberg ist nicht nur an Videoschnipseln interessiert, sondern will auch aus dem bisherigen Nischenmarkt der Virtuellen Realität etwas Großes machen. 2014 übernahm sein Konzern für zwei Milliarden Dollar Oculus Rift, ein Entwickler für Virtual-Reality-Brillen. Der Facebook-Chef hat sich nun Verstärkung geholt. Der ehemalige Google-Manager Hugo Barra soll diese Sparte vorantreiben. Barra arbeitete vorher für Xiaomi, einen chinesischen Hersteller von Smartphones, aber auch vernetzter Haushaltstechnik. Das Unternehmen großer Player in Asien: Allein in Indien macht der Konzern mehr als eine Milliarde Umsatz.

Barra hatte Anfang der Woche angekündigt, China und Xiaomi in Richtung Silicon Valley verlassen zu wollen, allerdings ohne einen neuen Arbeitgeber zu nennen. Die folgte dann am Mittwoch: Mark Zuckerberg erklärte auf seiner Facebook-Seite, Barra teile seine Überzeugung, dass virtuelle Realität die nächste zentrale Computer-Plattform sein werde.

Der 40-Jährige soll nun das Oculus-Team leiten. Auch Barra selbst antwortete und bekräftigte sein Ziel, virtuelle Realität „Mainstream“ werden zu lassen.

Aktuell sind die großen Pläne mit der Virtuellen Realität allerdings gestört, denn Facebook und Oculus müssen sich vor Gericht des Vorwurfes erwehren, die anfängliche Oculus-Technologie sei von einem Entwickler beim Wechsel des Arbeitgebers bei einem anderen Unternehmen mitgenommen worden. Ein weiterer Punkt auf Zuckerbergs To-Do-Liste. Aber die wird wahrscheinlich trotz der neuerlichen Offensiven auch immer nur länger.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%